Was wird aus dem Hundertwasser-Café?

Wann? 09.11.2011 19:00 Uhr

Wo? Rathaus Altona, Platz der Republik 1, 22765 Hamburg DE
So stellt sich der Investor das zukünftige Hundertwasser-Café vor. Es wird von den neu entstehenden Wohnungen einge- und überbaut. (Foto: pr)
Hamburg: Rathaus Altona |

Öffentliche Anhörung am Mittwoch, 9. November

Was wird aus dem Stadtcafé Ottensen, genannt Hundertwasser-Café, an der Behringstraße? Das fragen sich viele, seit es am 9. Juni 2009 geschlossen wurde. Ein Investor hatte das Grundstück von der Stadt gekauft und dem Café-Betreiber gekündigt. Am Mittwoch, 9. November, gibt es neue Informationen.
Ab 19 Uhr werden Vertreter der Wohnbau GmbH, Besitzer des Geländes, ihre Pläne für das Café und das Grundstück in einer öffentlichen Sitzung des Planungsausschusses im Kollegiensaal, Rathaus, Altona, Platz der Republik 1, vorstellen.
In der öffentlichen Anhörung können sich interessierte Altonaer zu diesen Planungen äußern und Fragen dazu stellen. Die Ergebnisse werden in das weitere Bebauungsplanverfahren einfließen.
Das Stadtcafé Ottensen trägt seinen Nenn-Namen „Hundertwasser-Café“ nach dem Künstler Friedensreich Hundertwasser, der es seinerzeit mit entworfen hat. Die Schließung des Cafés sorgte für viel Wirbel. Befürchtet wurde ein Abriss oder ein absichtliches Verfallenlassen des kleinen bunten Baus, denn der neue Besitzer plant an dieser Stelle Wohnungen. Eine Bürgerinitaitive gründete sich, die für den Erhalt des Cafés kämpfte; ein Bürgerbegehren war erfolgreich. Altonaer Politiker aller Fraktionen sprachen sich gegen den Abriss aus.
Zeitweise schien eine Unterschutzstellung zum Greifen nah. Das Denkmalschutzamt hat sich aber bis heute nicht dazu durchringen können; immer wieder gibt es Diskussionen darüber, wie bedeutend der Anteil ist, den der Künstler Hundertwasser tatsächlich an der Gestaltung hatte.
Die Wohnbau GmbH hatte vor einigen Monaten angekündigt, das Café in die geplante Wohnanlage zu integrieren und quasi in diese einzubauen. Während die rückwärtigen Gebäudeteile, unter anderem die Halle, abgerissen würden, sollen die markante Fassade und die typischen Stilelemente bleiben.
Die Initiative „Rettet das Hundertwasser Café“ lehnt das ab und besteht darauf, das Gebäude im Ganzen und freistehend zu erhalten.
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