Was wäre Ottensen ohne die Motte?

Eine Motte-Party, vermutlich in den 1980er-Jahren. Foto: Motte-Archiv
Hamburg: Motte |

40 Jahre: Stadtteilkulturzentrum lud zum Empfang – groß gefeiert wird im Sommer

Von Reinhard Schwarz. Die jüngere Vergangenheit kann sich Michael Wendt nicht schönreden. „2015 war ein hartes Jahr “, sagte der Geschäftsführer der Motte. „Wir müssen mit immer weniger Menschen immer mehr tun.“ Diese Situation habe mittlerweile „eine Grenze erreicht“, sagte Wendt. Die chronische Unterfinanzierung der Stadtteilkulturzentren wird auch nicht durch den Zuschuss für Sanierungsarbeiten am Motte-Gebäude in Höhe von 200.000 Euro (das Elbe Wochenblatt berichtete).
Zum Glück bot der Jahresempfang des umtriebigen Stadtteilkulturzentrums zum 40-jährigen Bestehen auch Gelegenheit, in den historischen Anfängen zu schwelgen. Ab 1973 begannen aus der „Fabrik“ abgewanderte Stadtteilaktivisten im Viertel außerschulische Jugendarbeit auf die Beine zu stellen. Ab 1976 bereits im jetzigen Gebäude Rothestraße 50/ Eulenstraße 43, wo der Aufbau von zehn ehrenamtlich organisierten Werkstätten den Beginnn der „Motte“-Zeitrechnung in den Geschichtsbüchern markiert.

Die Altonale wurde ebenfalls in der Motte geboren

Bezirksamtsleiterin Liane Melzer würdigte die Arbeit des Stadtteilkulturzentrums: „Was wäre Ottensen ohne 40 Jahre Motte? Ohne ihre Impulse? Für den Stadtteil brauchen wir die Motte.“ Das Zentrum wirke in „alle gesellschaftlichen Gruppen hinein“. Auch der aktuell heimatlos gewordene Seniorentreff Ottensen habe hier eine neue Heimat bekommen.
Groß gefeiert werden 40 Jahre Motte allerdings erst am 1. und 2. Juli anlässlich der altonale – auch ein Projekt, dass von den Mitarbeitern im Jahr 1999 angeschoben wurde, und sich mittlerweile zum größten Stadtteilfest Hamburgs gemausert hat.
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