So sah Altona vor 50 Jahren aus

Pastor Michael Fridetzky von der Hauptkirche St. Trinitatis (r.) stellt Kirchenräume für die Foto-Ausstellung von Michel Borkowski zur Verfügung. Foto: ch

Ausstellung in St. Trinitatis: Elbe Wochenblatt Bürgerreporter Michael Borkowski präsentiert historische Altona-Fotos

Von Christiane Handke-Schuller.
Das Elbe Wochenblatt ist einer der Sponsoren für eine ganz besondere Ausstellung, die am kommenden Sonntag eröffnet wird. Zu erleben sind Vergrößerungen aus historischen Fotoalben, die Altona zwischen den Jahren 1955 und 1966 zeigen. Es sind bisher unbekannte, nie veröffentlichte Bilder, die um ein Haar im Müll gelandet wären. Ihren unschätzbaren Wert erkannt hat Michael Borkowski, Wochenblatt-Bürgerreporter und engagierter Hobby-Historiker. Auf der Ausstellungseröffnung wird er die Bilder vorstellen und spannende Geschichten aus dem Altona der Aufbau- und „Wirtschaftswunder“-Jahre erzählen.
Es handelt sich um rund 50 aus Hunderten von Fotos, die in sieben Alben der Altonaer Familie Gebert gesammelt waren. Entfernte Bekannte, die wussten, dass Borkowski alles sichtet und bewahrt, was mit Altonas Vergangenheit zu tun hat, hatten sich bei einer Wohnungsräumung an ihn erinnert und die Bücher für ihn aufgehoben.
Michael Borkowski: „Ich habe mit den Alben viel Zeit verbracht, jedes einzelne Foto studiert, herausgefunden, wo und wie es entstanden sein könnte, und mit dieser Familie monatelang gelebt – ich habe sie richtig liebgewonnen. Manchmal habe ich den Menschen auf den Fotos in Gedanken zugerufen: Mensch, schade, dass ich euch nicht kennengelernt habe!“ Denn er habe eine gewisse Seelenverwandschaft entdeckt: Zweifellos sei „Alles festhalten, nichts vergessen“, das Motto des Fotografen gewesen, erklärt Michael Borkowski und lacht: „Das erinnert mich an mich!“
Die Ausstellung „Altona im Wandel der Zeit - Photojuwelen von 1955 bis 1966“, mit von der Foto Company Altona hergestellten hochwertigen Vergrößerungen historischer Album-Fotos wird am Sonntag, 9. September, um 10 Uhr in der Hauptkirche Altona St. Trinitatis, Kirchenstraße 40, eröffnet. Die Bilder dokumentieren den Wiederaufbau von Altona-Altstadt nach dem Zweiten Weltkrieg, besonders der Straßen rund um die Hauptkirche Altona.
Begleitet werden sie von großen und kleinen Dingen, die Michael Borkowski aus Häuserabrissen und von Grundstücken, auf denen ausgebaggert und neu gebaut wurde, gerettet hat: Stuckteile von einem Haus an der Behnstraße, das nicht mehr existiert oder Fundstücke vom Gelände der ehemaligen Pestalozzi- Schule.

Borkowskis Tipp: „ Die Ausstellungseröffnung fällt auf einen Sonntag, das lässt sich gut mit einem vorherigen Fischmarktbesuch verbinden.“ Im Rahmen der Nacht der Kirchen wird Borkowski seine Ausstellung am Sonnabend, 15. September, um 19.45 Uhr ein weiteres Mal persönlich vorstellen und erklären. Die Bilder sind bis zum 30. September täglich von 9 bis 19 Uhr zu besichtigen. CH
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