Rhythmus-Kunst aus Stellingen

Wann? 12.06.2015 21:00 Uhr

Wo? Fabrik, Barnerstraße 36, 22765 Hamburg DE
Virtuose Schlagzeuger zwischen Klassik, Jazz und Avantgarde: Andrej Kauffmann, Stephan Krause, Sönke Schreiber und Jan-Frederick Behrend von Elbtonal Percussion (v.l.) (Foto: 2Vista)
Hamburg: Fabrik |

Elbtonal Percussion stellt neue DVD in der Fabrik vor

Sie benutzen hunderte Instrumente, spielen Klassik, Jazz und Afro-Beats. Die Schlagzeuger von Elbtonal Percussion haben sich mit ungewöhnlichen Rhythmus-Kompositionen und Arrangements seit 1996 einen Namen gemacht. Im Proberaum in Stellingen tüftelt das Quintett an seinen Stücken. Nun gibt es eine Dokumentation auf DVD, bei der man den Musikern über die Schulter schauen kann.
Virtuos wechseln sie zwischen Musikstilen, bringen brachiale Trommelschläge und Lautstärke mit sanften träumerischen Klängen zusammen. Die Musiker verblüffen nicht nur mit ihrem Können, sondern auch mit der Auswahl der Stücke und Instrumente. Da erklingen in einem Bach-Stück Ketten und Schiffsglocken, da dreschen die Musiker auf Blechplatten und Fässer ein. Das Elbe Wochenblatt sprach mit Schlagzeuger Jan-Frederick Behrend.

Elbe Wochenblatt: Ihr Sound klingt mal nach Avantgarde-Rock der Einstürzenden Neubauten, mal nach Jazz – fühlen sich die Mitglieder von Elbtonal Percussion in einer bestimmten Musik-Richtung zuhause?

Jan-Frederick Behrend: Wir haben alle einen sehr unterschiedlichen musikalischen Hintergrund. Andrej Kauffmann, Wolfgang Rummel und Sönke Schreiber kommen eher von der Klassik, Stephan Krause und ich sind eher mit Jazz- und Rockmusik musikalisch groß geworden. Jeder von uns hat sich später dann von verschiedenen weiteren Stilistiken beeinflussen lassen, so dass unsere Musik heute von sehr unterschiedlichen Elementen geprägt ist. Was uns aber alle eint ist die Lust am Experimentieren, ohne dabei unser Publikum zu überfordern.

EW: Wie entwickeln Sie ihre Stücke?
Behrend: Einige Stücke – wie zum Beispiel ‚Ultimatum 2‘ von N.J. Zivkovic oder die ‚Cello-Suite‘ von Johann Sebastian Bach auf der aktuellen DVD – sind fertige Kompositionen, die wir in unser Repertoire aufgenommen haben, weil sie uns musikalisch reizen. Dann gibt es Eigenkompositionen – wie das Stück ‚Afrock‘ – welche die Ensemblemitglieder individuell schreiben und dann zum Proben mitbringen. Die Stücke verändern und entwickeln sich oft noch im kreativen Proben-Prozess, denn nur so entsteht der eigene und typische ‚Elbtonal‘ - Sound. Das gilt natürlich auch für Stücke von anderen Komponisten.

EW: Wie viele Instrumente benutzt Elbtonal Percussion?
Behrend: Wir schwanken da in unseren Meinungen zwischen 100 und 500.

Konzert
Elbtonal Percussion, Konzert zur Veröffentlichung der DVD/CD „Urban Drums“
Freitag, 12. Juni, ab 21 Uhr,
Fabrik, Barnerstraße 36
Karten: 17 (Vorverkauf),
19 Euro (Abendkasse)

❱❱ www.elbtonalpercussion.de
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.