Recht auf Freizügigkeit – Globalisierung von unten!

Wann? 16.03.2017 20:00 Uhr

Wo? W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg DE
(Foto: Tammam Azzam)
Hamburg: W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. | Mit Thomas Gebauer (medico international)

Bei Fluchtursachen wird oft zwischen politischen und wirtschaftlichen Gründen unterschieden. Verlassen Menschen ihr Land aufgrund politischer Unruhen oder Krieg gilt das allgemein als rechtmäßiger Fluchtgrund. Aus dem eigenen Land zu fliehen, mit der Hoffnung menschenwürdige Lebensperspektiven zu finden, dagegen nicht. Thomas Gebauer spricht sich gegen eine solche Unterscheidung aus. Der Begriff „Überlebensflüchtlinge“ trifft es seiner Ansicht nach besser – denn der Wunsch zu überleben sei bei allen Menschen, die ihre Heimat verlassen, gleich.

Um den bestehenden Herausforderungen begegnen zu können, ist zunächst eine genaue Analyse der Ursachen von Flucht und Gewalt notwendig. Denn die Zerstörung von Lebensbedingungen, der Hass und die Gewalt fallen nicht vom Himmel, sie sind das Ergebnis einer Politik, die wirtschaftliche Interessen über die der Menschen gestellt hat. Nachhaltige Lösungen erfordern mehr als ein sicherheitspolitisch motiviertes Krisenmanagement. Notwendig ist ein radikales Umdenken. An diesem Abend stellt er politische Ansätze und Konzepte in Bezug auf Fluchtursachenbekämpfung, Migrationspolitik und im Bereich der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen vor.

Thomas Gebauer ist Diplom-Psychologe und Geschäftsführer bei medico international und beschäftigt sich vor allem mit Fragen der internationalen Friedens- und Sicherheitspolitik, mit Menschenrechten und den sozialen Bedingungen globaler Gesundheit. Er ist Mitbegründer der Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen (ICBL), die 1997 in Oslo mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Ort: W3-Saal
Eintritt: Spende


Die Veranstaltung ist Teil der Themenreihe "Momentaufnahmen - Von Bewegungen und Begrenzungen". Diese wird gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt-Evangelischer Entwicklungsdienst, von Engagement Global im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie durch die NUE aus den Mitteln der Umweltlotterie BINGO.

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