Papiertheater mit Robert Poulter am Samstag, 21. Februar 2015

Wann? 21.02.2015 18:00 Uhr

Wo? Alte Druckerei Ottensen, Bahrenfelder Straße 73D, 22765 Hamburg DE
Papiertheaterkünstler Robert Poulter (Foto: Rainer Sennewald)
 
Papiertheater - Szene aus "Mummy's Purse" (Foto: Rainer Sennewald)
Hamburg: Alte Druckerei Ottensen | Am 21. Februar 2015 um 18.00 Uhr gastiert in der Alten Druckerei Ottensen der Engländer Robert Poulter und gibt ein exklusives Gastspiel für alle Freunde des Papiertheaters und die, die es noch werden wollen. Poulter, der das Eidophusikon im Altonaer Museum geplant und einen weiteren Nachbau für ein Dortmunder Museum überwacht hat, gilt als Star der internationalen Papiertheater-Szene. (http://www.newmodeltheatre.co.uk)

Fast um die Ecke der Alten Druckerei Ottensen ist im Altonaer Museum für Kunst und Kulturgeschichte ein sogenanntes Eidophusikon (griech: Nachahmung der Natur) zu besichtigen: eine illusionistische Bühne ohne Schauspieler, die vor über 200 Jahren von dem englischen Landschaftsmaler und Bühnenbildner Philip James de Loutherburg erdacht wurde. Diese optisch-mechanische Installation zur Darstellung von Landschafts- und Himmelsimpressionen, auch „Wolkentheater“ genannt, ist nicht nur ein früher Vorläufer des Kinos, sondern auch des Papiertheaters.

1811 erschien das erste komplette Papiertheaterstück mit Dekorationen, Figuren und Text in England. Zehn Jahre später wurden von deutschen Verlagen die ersten Theaterbögen für Miniaturtheater herausgegeben. Nachdem mit dem Ersten Weltkrieg das Papiertheater in Vergessenheit geraten war, hat diese Kleinkunst in den letzten Jahrzehnten nicht nur in Deutschland eine bemerkenswerte Renaissance erfahren. Viele Inszenierungen sind heute von Künstlerhand angefertigte Unikate.
Das jährliche internationale Papiertheatertreffen findet seit 1988 jährlich im schleswig-holsteinischen Preetz statt. Über 1000 Zuschauer, Spieler und Sammler besuchen jedes Jahr die ca. 60 Vorstellungen.

Robert Poulter, prominenter Vertreter der Papiertheaterszene, spielt in der Alten Druckerei Ottensen "The Mummy's Purse" - die Geldbörse der Mumie, ein Stück aus dem alten Ägypten. Ein schrecklicher Fluch trifft alle, die sich am Grab der tobsüchtigen Pharonen-Königin zu schaffen machen. Eine komisch-historische Papiertheatershow, angesiedelt in den 1920er Jahren, mit vielen ägyptischen Motiven. Robert Poulter garantiert rasante Szenen- und Figurenwechsel.

Das Stück mit seinem klassischen Horror-Szenario, mit Poulterschem Wortwitz und den unvergleichlichen Figuren und Kulissen des ehemaligen Trickfilm-Zeichners wurde bereits vor einigen Jahren als beeindruckende Papiertheater-Produktion auf dem Preetzer Festival gefeiert. Im Anschluss zeigt Poulter seine Produktion " Die Welt der Oper in 8 1/2 Minuten" sowie einige andere kurze Stücke.

Die Einführung in den Abend übernimmt der ehemalige NDR-Redakteur und Fernsehregisseur Jens Uwe Scheffler.

Der Eintritt beträgt 15,- Euro. Kartenreservierung unter www.alte-druckerei-ottensen.de oder an der Abendkasse.
Die Anzahl der Zuschauer ist auf maximal 30 Personen beschränkt. Durch die max. 58 x 40cm große Bühne des Papiertheaters und die daraus resultierenden eingeschränkten Sichtmöglichkeiten kann nur eine kleine Gruppe von Zuschauern das Gastspiel erleben.

Achtung: Zusatzvorstellung für weitere 30 Personen um 20.15 Uhr!

Die Alte Druckerei Ottensen war früher Produktionsstätte der familieneigenen Geschäftsbücherfabrik und ist heute der ideale Ort für die musikalische Veranstaltungsreihe. In diesem Gebäude, in dem Herbert Bruhn 1948 geboren wurde, entstanden schon das Landesjugendorchester Hamburg und das Altonaer Puppentheater; im Dachgeschoss hatte der bekannte Regisseur Hark Bohm sein erstes Büro.

Der Musikpsychologe Prof. Dr. Herbert Bruhn gestaltet in der Alten Druckerei Ottensen ein regelmäßiges Musikprogramm. Seit seiner Pensionierung 2013 bringt er Musikliebhaber und Künstler im charmanten Ambiente des Souterrains zusammen.
Nicht nur die ausgewählten Künstler zeichnen diese Veranstaltungen aus; auch die familiäre Atmosphäre im Souterrain bewegt viele Gäste zu wiederkehrenden Besuchen. So entstehen Abende mit musikalischen Erlebnissen und anschließenden Gesprächen - vor allem über Musik, Kultur und Demokratie.
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