Ich wünsche mir eine/n SekretärIn

 

....und einen gerechten Rechtsstaat


In Ottensen steht bestimmt nichts still.
Doch nur dank verschiender Initiativen, Vernetzungen und Leuten die in der Presse ihr Engagement bekannt machen ist es überhaupt möglich etwas mitzukriegen.
Im Gegensatz zu Leuten die in der Politik beschäftigt sind, (ich werde jetzt nicht über deren Einkommen schreiben -es wurde mir erzählt es sollte nicht soooo viel sein) haben die Meisten von uns keine Partei um sich wo mehrere Leute sich mit verschienden Sachen beschäftigen, wo Strukturen und Gelder die Leute das leisten lassen, was von ihnen erwartet wird, wo SekretärInnen sich um ein reibungsloses Vorankommen kümmern und andere Bequemlichheiten.
Die Meisten von uns die noch etwas anderes zu tun haben müssen sich nachdem sie ihren Alltag geregelt haben informieren, Leute suchen der gleichen Meinung sind, zu jeder Jahreszeit auf die Straße gehen, mit Infoständen, Flugblättern und Unterschriftenlisten, Netzwerke bauen.... Jedes mal aufs Neue.

Dank fleißigen Menschen die schon seit längerem mit außerparteiischer Arbeit Erfahrungen gesammelt haben, sind viele von uns schon von «letzten» Aktionen vernetzt und dank Internet ist es einfacher Information zu teilen und Gleichgesinnte zu finden.
Trotzdem muss Jemand die Augen aufhalten um mitzukriegen was eigentlich um uns herum passiet. Ich finde manchmal keine Zeit um Zeitungen zu lesen und bin froh trotzdem, durch verschiende Netzwerke, auf dem Laufenden zu sein.
Dieser «Jemand» sind auch du und ich.

Nach einer Weile könnte der Mißmut leichtes Spiel haben.
Was hilft dass Alles wenn die Politiker sich nicht mal mehr die Mühe machen wenigstens so zu tun als ob sie uns zuhören würden?
In letzter Zeit haben mehrere Leute über ihre Gefühle in unserem Stadtteil geschrieben.
Es herrscht eine Stimmung auf die keiner von uns Bock hat. Unseren Politikern scheint es egal zu sein. Viele der Menschen in unserer Umgebung verlieren die Lust, sich nochmal für etwas einzusetzten wenn es höchstwahrscheinlich wieder nichts nutzen wird.

Es ist eine traurige Billanz für eine lebendige Demokratie, wenn Politiker es soweit gebracht haben BürgerInnen davon abzuhalten sich einzumischen, da die Erfahrungen sagen es ist egal was wir machen, und der Wirtschaft komplett zu Diensten stehen.
In der Handelskammer gibt es bestimmt auch viele SekretärInnen, auch in Investoren Firmen und bei allen die es nötig haben ihre Interessen irgendwie zu wahren. SekretärInnen sind eine sehr nützliche Berufsgruppe.
Während ich schreibe fallen mir jede Menge Fragen ein. Einige wurden schon von Anderen gefragt, ohne dass jemanden schlauer geworden ist.
Hin und wieder höre ich den Satz «wir leben noch in einem Rechtsstaat» als ob dass alles erklären sollte und die Diskution damit beendet ist.
Ich glaube ich habe es schon irgenwann erwähnt; es würde mich sehr interessieren darüber zu diskutieren was alles für altmodische Gesetze noch im Spiel sind und ob wir viele Gesetze einfach ändern müssten, neue dazu kommen lassen, um Voran zu kommen in eine vernünftige, Menschen und Natur gerechte Gesellschaft.

Häufig kommt es zu einem Schwenk in der Politik, und so wie ich das verstanden habe bedeutet das «wir machen was wir wollen», und auf einmal können Beschlüsse und Genehmigungen über keine Schwellen verteilt werden. Für dringende Notwendigkeiten wie bezalbaren Wohnraum und Unterkunft für Menschen auf Flucht gibt es anscheinend unüberwindbaren Hürden und ein Schwenk kommt da selten in Frage.
Den einzigen Schwenkversuch den wir BürgerInnen machen können ist eine Bürgerinitiative zu starten und zu hoffen sie wird nicht von der Lebendigen Demokratie niedergeschmettert. Kein Respect gegenüber denjenigen die die ganze Arbeit auf sich genommen haben, keine Rücksicht auf die Meinung von Vielen die sich hochgerafft haben um nochmal zu versuchen zu den Politikern durchzudringen und eine sinnlose Verschwendung von Geldern. Genauso wie bei Bürgerbeteiligungen, wo selten dass Besprochene (die Anregungen an die Politik) berücksichtigt wird.
Meine Meinung zur Geldverschwendung heißt nicht, dass ich finde wir sollten damit aufhören. Weit davon entfernt, ich bin überzeugt davon dass unser Reschtsstaat Möglichkeiten hat Änderungen in den Gesetzen zu machen.
Ein Fan der gegebenen Alternativen unseres Systemes bin ich nicht und ich vermisse ständig Vernunft über Schwachsinn in manchen bis vielen politischen Entscheidungen.

Der Bebauungsplan für Ottensen wurde 1999 fertiggestellt und beschlossen. Jedes Widerwort oder Umdenken kommt zu spät. Die Leute sollten doch nicht vergeblich für die Zukunft geplant haben, dann können wir keine Rücksicht finden für Änderungen wegen neuen Bedürfnissen. Gesagt ist gesagt auf ein mal, kein Schwenk (wenn es sich nicht ausnahmsweise um einen Doppelschwenk handelt) und was geschriebend ist, so wie so.
Anders der «Zukunftsplan Altona», das wurde ja nur von BürgerInnen entschieden, Anregungen an die Politik, nichts anders als Anregungen, also wozu die Aufregung?
Wir werden gerade an allen Fronten gefordert, alles für unsere Zukunft in Ottensen zu geben.
Wir,- das sind Alle die hier wohnen und, egal wie lange, sich hier zuhause fühlen.
Keiner von uns, der unser Dorf auch Dorf bleiben lassen möchte, kann darauf verzichten unsere Stimme sichtbar zu machen. Es langt nicht zu hoffen dass jemanden Anderes schon was tun wird. Unsere Lieben Gewählten gehen (eingeladen oder als Einladende) zum Lunch, Abendessen und Treffen mit Handelskammer, Lobbyisten und anderen Politikern und hören sich deren Wünsche und Sorgen an. SekräterInnen haben miteinander geredet, politische Netzwerke wurden benutzt und Staatsspenden (die Menschen kriegen die genugend andre Leute Übezeugen Könnten, sie sind geschikt dazu Entscheidungen zu treffen) machen es möglich.
Auch ohne SekretärIn werde ich weiter machen. Wie viele Andere auch. Der Missmut schafft es nicht lange sich festzuhalten. Wir haben gelernt wie wir ohne Vieles zurechtkommen. Wir wissen jeden Stein, der uns in den Weg gelegt wird zu nutzen.
In unserer lebendigen Demokratie brennen die Lichter, doch niemand öffnet wenn es klingelt. Nicht mal mit Einladungen sind wir wirklich eingeladen. Wir leben in einem Rechtsstaat.

Tine Renngård,
Ottensen 05.12.14
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