Gemeinsam für Globalen Wandel auch im Suttnerpark

Wann? 12.05.2012 14:00 Uhr

Wo? Suttnerpark, Suttnerstraße, 22765 Hamburg DE
(Foto: United Hamburg)
 
Suttnerpark aktuell
Hamburg: Suttnerpark | Das Electrolux ist abgerissen. Der Traum daraus ein Zentrum für Kleingewerbe, Initiativen aus dem Stadtteil und Treffpunkt für die umliegenden AnwohnerInnen zu machen ist damit gestorben. Wenn man jetzt über das Gelände blickt, stellt man sich unwillkürlich vor, wie es wohl wäre, einen Park bis zur Kreuzung zu haben. Für die urbanen GärtnerInnen aus Altona-Nord wäre das wundervoll. Manche von ihnen wohnen direkt am Suttnerpark, andere wohnen an anderen Orten in Altona-Nord. Manchen von ihnen macht die Gentrifizierung, die durch das hochpreisige Wohnhaus vorangetrieben wird mehr Sorgen, anderen weniger. Einig sind sie sich darin, dass an dieser Stelle kein weiterer Supermarkt gebraucht wird. Und einig sind sie sich vor allem darin, dass sie hier gärtnern wollen. Auch die Gartenbaubehörde steht der Eigeninitiative der AnwohnerInnen wohlgesonnen gegenüber. Doch die Koordination mit der kommenden Baustelle wirft einige Probleme auf. So beginnen wir erstmal mit sehr mobilen Kleinhochbeeten.
Am Samstag, den 12. Mai ist es soweit: Gemeinsam mit der Christuskirche, die an diesem Tag ihr Hoffest begeht, werden wir unsere Beete feiern. Es wird also einiges los sein an dem Plätzchen vor der Kirche.

In diesen Tagen muss ein anderes Urbanes Gartenprojekt an der Grenze von Bahrenfeld zu Altona Nord mit seinen Beeten umziehen. Auch hier haben AnwohnerInnen die Initiative ergriffen und die Politik entscheidet, dass dieser Flecken mit einem Gewerbehof bebaut werden soll. Auch diese Maßnahme wird einen preistreibenden Effekt haben. Wer weiß, wie sich das auf die engagierten AnwohnerInnen auswirkt.

In den bürokratischen Strukturen sind andere „Eigen“initiativen vorgesehen. Der Klimaschutz wird der Politik überlassen. Profitieren tun davon vor allem die Fluggesellschaften, die zu diesen Spektakeln ordentlich Buchungen verzeichnen können. Unter „Eigen“initiative stellen sich die Jobcenter eine festgelegte Anzahl von Bewerbungen vor. Da fragt sich so manche/r: „Oje wo zaubere ich mir bloß die Jobs her?“. Zur Auswahl steht zum Beispiel ein Callcenter, bei dem man alten Menschen Readers Digest Bücher aufschwatzen darf. Die Frage, ob es das ist, was alte Menschen brauchen ist hier fehl am Platze. Die Dame im Jobcenter muss an der richtigen Stelle ihr Häkchen machen. Nur darauf kommt es an. Eine „gehorsame Eigeninitiative“ soll es also sein. Hab ich nicht neulich auf dem IG Metall Plakat etwas von „fairer Leiharbeit“ gelesen?

Eigeninitiative braucht Lebendigkeit und Beweglichkeit. Wer dafür keinen Raum lässt, wird Einöde und Tristesse ernten. Nach Geschäftsschluss kann man sich davon ein Bild in der Innenstadt oder in Hammerbrook machen. Im Rhythmus der Legislaturperioden bleiben die gravierendsten Probleme liegen.
Immer mehr Menschen gehen auf die Straße, weil sie erkennen, dass die vorherrschende Stellvertreterpolitik mehr Probleme schafft als löst. Deshalb findet am 12. Mai auf dem Rathausmarkt ein weltweiter Aktionstag statt unter dem Motto: "Eine andere Welt ist nötig".
Im Suttnerpark ergänzen wir: "Eine andere Welt ist möglich"
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2 Kommentare
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Tine Renngård aus Ottensen | 09.05.2012 | 12:22  
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Angela Banerjee aus Altona | 09.05.2012 | 15:27  
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