Einbrecher unterwegs

Rund um die Struenseestraße gab es im Herbst einige Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche. Foto: cvs

Im Oktober vier Delikte in Altona-Altstadt.

Von Chr. von Savigny. Vorsicht, Langfinger unterwegs! Speziell im Bereich Struenseestraße / Hoheschulstraße / Dosestraße scheinen in den letzten Wochen vermehrt Einbrecher am Werk zu sein. Nach Auskunft der Polizei wurden allein im Oktober vier Straftaten gezählt – drei Einbruchsversuche und ein vollendeter Einbruch. Letzterer geschah in der Dosestraße, dabei wurde ein iPad gestohlen. Bislang gebe es keine Tatverdächtigen.
Trotz der offensichtlichen Häufung möchte Polizeisprecherin Karina Sadowsky die Zahlen nicht überbewerten: „Tatsächlich kommt es seit Beginn der dunklen Jahreszeit wie in jedem Jahr wieder zu vermehrten Einbruchstaten und Einbruchsversuchen.“ Es sei nicht unnormal, dass der Hamburger Westen speziell im Visier der Langfinger stehe.
Um Bewohner über die Gefahren aufzuklären, hatte die Hamburger Polizei im Oktober die Kampagne „Auffallend kriminell“ gestartet. Vor laufenden Kameras zerstörten Schauspieler, die sich als Einbrecher verkleidet hatten, eine Schaufensterscheibe auf dem Gänsemarkt. Beamte liefen herbei und nahmen die „Gauner“ fest.

Polizei: Auf das „Bauchgefühl“ verlassen

Mit der Aktion möchte die Kripo die Bevölkerung dazu ermuntern, verdächtige Personen zu melden. „In Wirklichkeit verläuft natürlich kein Einbruch so auffällig“, sagt Referatsleiter Jörg Schröder. Viele Menschen hätten jedoch ein gutes Bauchgefühl, was merkwürdige oder unnormale Verhaltensweisen angehe.
„Zum Beispiel, wenn sich Unbekannte längere Zeit in fremden Treppenhäusern aufhalten. Die haben dort nichts zu suchen! In dem Fall sollte man ruhig die 110 wählen“, so Schröder.
In der Kriminalstatistik von 2014 steht Altona-Altstadt mit 128 Einbrüchen hinter Lurup (150 Fälle) hamburgweit an zweiter Stelle. Die Aufklärungsquote betrug knapp 20 Prozent. Die Polizeikampagne „Auffallend kriminell“ wird im nächsten Jahr fortgesetzt.
Unter anderem soll es eine medienwirksame Preisverleihung für Bürger geben, die sich als vorbildliche Zeugen verdient gemacht haben.

Die Kripo rät:

Verschließen Sie Fenster,
Balkon- und Terrassentüren - auch bei kurzer Abwesenheit. Vorsicht! Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen.
- Verstecken Sie Ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen, denn Einbrecher kennen jedes Versteck.
- Mülltonnen, Gartenmöbel und Ähnliches eignen sich als Aufstiegshilfe. Sie sollten weggeschlossen oder zum Beispiel mit einer Kette gesichert werden.

Beratungs-Hotline der Kripo: Tel. 428 67 07 77.
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