Diese Kids sind einfach klasse!

Eine Mauer aus Stolpersteinen wird errichtet
Hamburg: Rathaus Altona | Am 20.06 versammelten sich ca. 120 BesucherInnen und MitarbeiterInnen der Altonaer Kinder- und Jugendeinrichtungen vor dem Altonaer Rathaus. Gemeinsam wurde eine bunte Mauer aus Stolpersteinen vor dem Haupteingang des Rathauses aufgebaut. Da den Ausschussmitgliedern somit der Eingang versperrt war – begaben sie sich in anregende Diskussionen mit den Jugendlichen und MitarbeiterInnen der Offenen Einrichtungen. Die Stolpersteine sollten mit ihren Aussagen wie: „Juca ist unser zweites Zuhause“ oder „Wir geben 100% - Ihr auch?“, „Bauen statt Hauen – Baui soll bleiben“ und „Eine Familie darf man nicht trennen – der Mädchentreff ist unsere Familie“ auf die Auswirkungen der Kürzungen im Bereich der OKJA hinweisen. Die Ausschussmitglieder sollten dazu bewegt werden der Beschlussvorlage des Jugendamtes nicht zuzustimmen. In dieser Vorlage wird u.a. die Schließung einzelner Einrichtung, wie z.B.: des Mädchentreff Lurup oder des Juca Bahrenfeld vorgeschlagen.
Pünktlich zum Sitzungsbeginn wurden die Stolpersteine dann auch im Kollegiensaal aufgebaut. Die Sitzung begann mit einer öffentlichen Fragestunde in der die Besucherinnen des Mädchentreffs Lurup stellvertretend für alle Altonaer Kinder- und Jugendeinrichtungen Fragen zu der Beschlussvorlage an das Jugendamt stellten und deutlich machten, dass sie diese Vorschläge ablehnen.
Die Besucher des Juca Bahrenfeld und des Juca Altstadt wählten ihre ganz eigene Form des Ausdrucks, um den JHA zu zeigen, was sie von dieser Beschlussvorlage halten -NIX. Sie haben zusammen mit ihrem Rap-Coach Dashenn einen Protestsong geschrieben, der dem Ausschuss vorgespielt wurde – deutlicher geht es kaum!
Dieser Song kann unter folgendem Link im Internet angehört werden

http://youtu.be/EJYM8xnoGnM

Die Leiterin des Jugendcafés Altona Altstadt Frau Neukirch überreichte Jugendamtsleiterin Frau Geng über 700 Unterschriften von BesucherInnenn und Nachbarn, die sich für den Erhalt der beiden Jucas einsetzen.
Dieser engagierte Einsatz der Jugendlichen für die Altonaer Kinder und Jugendeinrichtungen wurde an diesem Abend belohnt. Der Ausschuss lehnte einstimmig (einschließlich der SPD Fraktion) die Beschlussvorlage ab. Damit sind die Einrichtungen noch nicht gerettet – aber dies ist ein klares Zeichen an das Jugendamt und natürlich vor allem an den Senat.
Der Vorsitzende Herr Kuhfuss hat diese Sitzung souverän und jugendfreundlich geleitet. Er gab den Jugendlichen genug Raum ihre Fragen, Befürchtungen und Stellungnahmen zu äußern und gab ihnen das Gefühl wirklich ernstgenommen zu werden. So sollte es immer sein!
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