Altonale 17 | Krystyna Stanko Band "SNIK"

Wann? 20.06.2015 20:00 Uhr

Wo? Christianskirche, Klopstockplatz, 22765 Hamburg DE
Hamburg: Christianskirche | JAZZ aus Danzig - Krystyna Stanko Band

Im diesem Jahr heißt die Partnerstadt der Altonale Danzig (Gdańsk). Als Ehrengast kommt Krystyna Stanko, eine bekannte polnische Jazzsängerin aus Danzig mit Ihrer Band.

Krystyna Stanko - Gesang
Dominik Bukowski - Vibraphon, Xylosynt, Kalimba
Marcin Gawdzis - Trompete, Flügelhorn
Piotr Lemanczyk - Kontrabass
Przemek Jarosz - Schlagzeug

Album „Snik“
Im Juni 2014 erschien das aktuellste Album von Krystyna Stanko „Snik”. Gleich nach der Veröffentlichung erhielt „Snik“ zahlreiche exzellente Kritiken, die den frischen Charakter und die außergewöhnliche Verbindung von volkstümlichen Aspekten mit modernem Jazz begeistert feierten.
„Snik“ ist ein aufregend lebendiges und modernes Album mit eigenen Kompositionen, magischen Momenten und vielen überraschenden Einflüssen der traditionellen Musik Kaschubiens.

Piotr Iwicki, Jazz Forum, „Snik“, Februar 2015:
Wie üblich ist Dominik Bukowski eine Klasse für sich. Ein Virtuose am Vibraphon – sowohl klassisch also auch elektronisch gespielt. Obendrein ist er ein phänomenaler Improvisator und ein Meister im Erschaffen wunderbarer Klangebenen.

Das Album „Snik“ ist ein wahres Monument. Na ja, vielleicht mit Ausnahme von "Dzis wracam dnia". Dieses Lied, das als Bonus-Track erscheint, ist ganz anders: breakbeat-loops mit trip-hop und Elektronik. Vielleicht ist der überraschende Avantgarde-Stil ein neuer Weg, den Krystyna Stanko einschlägt? Es beweist auf jeden Fall wieder einmal, dass Krystyna Stanko keine Angst davor hat Stile zu mischen, so auch wenn sie ein beliebtes traditionelles kaschubisches Lied in Form von Abzählreimen in einen afrikanischen Rahmen setzt. Trotz der Entfernung zwischen diesen Welten klingt das ganze plausibel. Ähnliches passiert zwischen Orient und Balkan, wenn man das Intro zum Song "Biegne po rosie" anhört.

"Ju nie widza" ist ein Experiment mit einem feinen Trick. Die gesampelte weibliche Stimme von Krystyna Stanko wird von Dominik Bukowski brillant in vielfältigen Farben über sein Instrument präsentiert. Ich muss zugeben, dass ich ein solches Kunststück bisher nur einmal gehört habe, bei der John McLaughlin Band. Krystyna Stanko und ihrer Band ist dieser Trick gleichermaßen spannend und authentisch gelungen.
"Bibibiece!" ist eine Impression für Stimme und Kalimba – schön, souverän und unangepasst.

"Snik" ist ein künstlerisch sorgfältig inszeniertes Konzeptalbum. Man hört tiefe Gedanken, gereift und formuliert im Kopf und im Herzen. Dann, in der Abgeschiedenheit des Aufnahmestudios, übersetzt in eine einzigartige Tonsprache.
Hier gehorcht alles dem Konzept von Krystyna Stanko: Der gewohnt hervorragende Gawdzis mit seiner Trompete. Das freie Spiel des Kontrabasses von Lemanczyk. Das motorische Schlagzeug, teilweise mit subtilem Sonorismus, von Jarosz.

Dieses Album hat nichts mit der viel zu sehr verbreitete Schablonenhaftigkeit von Kompositionen zu tun. Ungeduldig warte ich auf das nächste Album der Sängerin.

Eintritt: 15,- / 10,- Euro
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