Vom Umgang mit den Genoziden im Deutschen und im Osmanischen Reich

Wann? 21.02.2014 19:00 Uhr

Wo? Werkstatt 3, Nernstweg, Ottensen, 22765 Hamburg DE
Hamburg: Werkstatt 3 |

Das Holocaust-Denkmal in Berlin markiert unübersehbar, wie zentral dieses Verbrechen im historisch-politischen Diskurs in Deutschland präsent ist. Im Gegensatz dazu steht der Umgang mit rechtsextremen Terror, wie jüngst im "NSU-Prozess" zu erfahren. Eike Stegen stellt in seinem Vortrag dar, wie sich der Aufarbeitungsprozess der NS-Verbrechen gestaltet und fragt, was was er heute gesellschaftlich und politisch bedeutet.

Anhand der Situation der in der Türkei lebenden Armenier_innen zeichnet Talin Suciayan im zweiten Vortrag die Leugnung des Völkermords und den bis heute verhinderten Prozess der Anerkennung nach. Dabei wird sie sowohl auf das Leben der armenischen Überlebenden in den Provinzen nach 1923 eingehen als auch von der heutigen politischen und sozialen Situation der armenischen Bevölkerung in der Türkei berichten. [Mit Eike Stegen (Historiker, Mitarbeiter der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Potsdam), Talin Suciyan (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, LMU München)]

Die Veranstaltung ist die sechste öffentliche Veranstaltung der Reihe Begegnungen in Geschichte und Gegenwart: Deutschland und die Türkei. Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe unter www.imir.de
Über die Referent_innen

Eike Stegin, geboren in Bremerhaven, ist freier Mitarbeiter der Gedenk- und Bildungsstätte „Haus der Wannsee-Konferenz“ und der „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ in Berlin. Er arbeitet insbesondere zur Bedeutung von Geschichte in der Einwanderungsgesellschaft.

Dr. phil. Talin Suciyan stammt aus Istanbul und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für den nahen und mittleren Osten an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nebenbei ist sie Mitbetreiberin des politischen Blogs „Adaz Alik“ (http://azadalik.wordpress.com) und drehte während ihres Aufenthaltes in Armenien zusammen mit Lara Aharonian den Dokumentarfilm „Finding Zabel Yesayan“.

Veranstaltet vom Institut für Migrations- und Rassismusforschung (imir)

Ort: W3-Saal

Preis: Eintritt frei
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