Lesung: Okky Madasari – „Gebunden – Stimmen der Trommel“

Wann? 21.10.2015 19:00 Uhr

Wo? Werkstatt 3, Nernstweg 32, 22765 Hamburg DE
Hamburg: Werkstatt 3 | Am Mittwoch, den 21. Oktober um 19 Uhr findet eine Lesung mit Okky Madasari in der W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Nernstweg 32 – 34, 22765 Hamburg statt.

2015 ist Indonesien Ehrengast der Frankfurter Buchmesse und gibt unter dem Motto “17.000 Inseln der Imagination” vielschichtige Einblicke in seine reiche Literatur- und Kulturlandschaft.
Die sozialkritische Autorin Okky Madasari wird am 15. und 18. Oktober für Veranstaltungen auf der Messe anwesend sein. Anschließend bleibt sie in Deutschland, um im Rahmen einer Lesereise an Veranstaltungen in Bremen, Hamburg und Berlin teilzunehmen.
Okky Madasari wird aus ihrem Roman „Pasung Jiwa“ lesen, der in deutscher Übersetzung von Gudrun Ingratubun unter dem Titel „Gebunden – Stimmen der Trommel“ im Sujet Verlag erscheint.

Okky Madasari wurde 1984 in Magetan, Ost-Java, Indonesien, geboren und studierte an der Gajah Madah University in Yogyakarta Politische Wissenschaft und Soziologie an der Universitas Indonesia in Jakarta. Heute lebt die junge Mutter und Muslima in Jakarta.
Sie ist bekannt für meisterhafte Gesellschaftsporträts Indonesiens. Auch in Gebunden stellt sie die aktuellen sozialen und politischen Gegebenheiten ihrer Heimat impulsiv und facettenreich dar.
Sie erhebt ihre Stimme gegen Unterdrückung und Verletzung der Menschenrechte. Sie wurde bereits mit dem renommierten Khatulistiwa Literaturpreis ausgezeichnet.
In Indonesien werden ihre Werke als moderne Klassiker gelobt. Neben dem Schreiben setzt sie sich für die Förderung des literarischen Bewusstseins unter jungen Menschen ein und ist Mitbegründerin des ASEAN Literary Festival.

In „Gebunden“ befasst sich Madasari mit wichtigen Problemen im Alltag und der Politik Indonesiens. Sie erzählt von Einschränkungen der persönlichen Freiheit im Zusammenhang mit Themen wie Transsexualität und Gewalt und geht auf die Formierung von radikalen islamistischen Gruppierungen ein.
Die beiden Figuren Sasana und Jaka werden mit diesen Schwierigkeiten konfrontiert. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ihr innerer Kampf um die persönliche Freiheit und die Suche nach der eigenen Identität. Sie versuchen aus der Enge gesellschaftlicher Konventionen zu entkommen. Dabei finden sie Trost im Dangdut, einer speziellen Art der Musik und des Tanzes.
Die Romanhandlung setzt ein während der Zeit der sogenannten neuen Ordnung unter Diktator Suharto und spielt im letzten Drittel nach dessen Sturz in der jungen Demokratie in Indonesien.

Eintritt: 4,-

Veranstaltet vom Sujet Verlag und der W3
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