Der NSU-Mord an Süleyman Tasköprü - Warum Aufklärung immer noch nötig ist.

Wann? 22.10.2014 19:00 Uhr

Wo? Parteibüro DIE LINKE Altona, Am Felde 2, 22765 Hamburg DE
Hamburg: Parteibüro DIE LINKE Altona | Sueleyman Tasköprü, Obst und Gemuesehaendler in Hamburg-Bahrenfeld,
wurde am 27.6.2001 im Laden seines Vaters ermordet. Er war 31 Jahre alt, stammt aus Afyonkarahisar und hatte eine dreijaehrige Tochter. Glaubt man den BehördenvertreterInnen, den ErmittlerInnenn und verantwortlichen InnenpolitikerInnenn, dann haben Polizei, Staatsanwaltschaft und Verfassungsschutz in Hamburg bezueglich der Ermittlungen im NSU-Mord an Sueleyman Tasköprü alles richtig gemacht. Zuletzt wurde diese Behauptung in einem Bericht des Senats Ende April d. J. aufgestellt. Es gab halt leider keine
Spuren in Richtung Rassismus. Dabei waren es die Hamburger Ermittler,
die sich am stärksten innerhalb des bundesweiten Ermittlungsverbundes
für die Spur in Richtung organisierte Kriminalität stark machten, die
rassistische Stereotypen in ihren Akten verwendeten und die
Ermittlungen sogar, trotz weiterlaufender Mordserie für drei Jahre
einstellten.

Auch nach der zufälligen Selbstenttarnung des NSU, wurde Kontakten des
NSU zu bekannten Hamburger Neonazis erst nachgegangen, nach dem
Medien ausführlich über diese berichten. Schlimmer noch, am Rande der
Aufarbeitung des Behördenversagens kam heraus, dass der
Geheimdienstdie wichtigste militante Nazistruktur Norddeutschlands zum
Schutz seiner V-Leute vor einem Verbot bewahrte. Erst im Juni
erläuterte der Hamburger Geheimdienstchef nun erneut, dass ihm der
Schutz neonazistischer V-Leute wichtiger sei, als lückenlose
Aufklärung der NSU-Mordserie.

Warum eine Aufarbeitung, die eigentlich auch Aufgabe eines in Hamburg
nicht existierenden Parlamentarischen Untersuchungsausschuss wäre,
immer noch dringend notwendig ist, wird Felix Krebs,
antifaschistischer Autor und aktiv im "Hamburger Buendnis gegen
Rechts" im Rahmen des Altonaer Bildungsprogramms erläutern.
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