Optimismus beim AFC

Allroundspieler Mustafa Hadid (l.) möchte mit dem AFC wieder an sportlich erfolgreichere Zeiten anknüpfen. Foto: rp
Hamburg: AFC |

Fußball-Oberliga: Trainerteam bleibt trotz Mittelfeldplatz zuversichtlich

Rainer Ponik, Hamburg-West

Die erheblichen Etatkürzungen beim Fußball-Oberligisten Altona 93 haben Spuren hinterlassen. Der Traditionsclub, der die vergangene Spielzeit noch auf Rang 3 abgeschlossen hatte, geht als Tabellenzehnter ins neue Jahr. Gleichwohl blickt das Trainerteam um Oliver Dittberner, Andree Fincke und Andre Jütting optimistisch in die sportliche Zukunft.
„Natürlich hätten wir gern ein paar Punkte mehr auf dem Konto, aber wenn man bedenkt, dass uns im Sommer wichtige Leis-tungsträger verlassen haben, darf man sich nicht darüber wundern, dass wir jetzt nicht mehr ganz oben stehen“, sagt Andree Fincke. In der Tat hat der Kader mit dem Weggang von Dennis Thiessen (SC Victoria), Tobias Leuthold (BU), Denisz Kacan (FC Türkiye), Stefan Winkel (SC Condor), Stefan Klaes und einem halben Dutzend weiterer Spieler an Qualität verloren. Dass bei vielen anderen Vereinen deutlich höhere Aufwandsentschädigungen gezahlt werden können, sorgt bei den 93ern seit Jahren für ein Kommen und Gehen.
„Aufgrund dieser Situation muss man auch mal Rückschritte einkalkulieren“, sagt Andree Fincke. Trotzdem sieht das Trainerteam die Entwicklung positiv. „Wir haben wieder einige junge, talentierte Spieler unter Vertrag genommen, die sich hier gut weiter entwickeln können“, so Dittberner. Lukas Hansen (18), der vom VSK Osterholz-Scharmbeck an die Griegstraße wechselte, hat sich sogar einen Stammplatz erkämpft. Und mit Felix Brügmann wurde ein junger Mittelstürmer verpflichtet, der für den SSV Güster viele Tore erzielte.

Amateure sind bereit, lange zu trainieren

Auch die Trainingsbedingungen haben sich verbessert. „Wir haben viele Spieler, die bereit sind, als Amateure viel Zeit zu investieren und vier Mal in der Woche zu trainieren“, weiß Fincke. So konnte damit begonnen werden, verschiedene Spielsysteme einzustudieren. Dittberner: „Es läuft natürlich noch nicht alles rund, aber wir befinden uns auf einem guten Weg.“
Auch die Fans lassen ihre Mannschaft nicht im Stich. Der Zuschauerschnitt stieg zuletzt auf 750 Fans pro Spiel.
Der Bau des neuen Trainingsgeländes an der Baurstraße ist bereits in trockenen Tüchern. Wenn es nun gelingt, einen Standort für das neue Stadion zu finden, um künftig viel Geld zu sparen, das jetzt noch in das marode Stadion an der Adolf-Jäger-Kampfbahn fließt, steht einer erfolgreichen Zukunft des AFC nicht mehr viel im Weg.
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