Derby wird zum Hockeykrimi

Benjamin Laatzen ging angeschlagen ins Spiel, zählte beim Abstiegsendspiel in Flottbek aber trotzdem zu den besten Rissenern. Foto: rp
Hamburg: GTHGC |

GTHGC schießt Rissen in die Regionalliga und muss weiter punkten

Rainer Ponik, Hamburg-West
Was für ein Derby! Rund 500 Zuschauer verfolgten am Sonnabend den Showdown zwischen den Zweitligaherren vom Großflottbeker THGC und dem Lokalrivalen THK Rissen. Für beide Teams zählte im Abstiegskampf nur ein Sieg. Den besseren Start in einer sehr emotionalen, kampfbetonten Begegnung erwischten an der Otto-Ernst-Straße die Gastgeber, die sehr zielstrebig und druckvoll nach vorn spielten. Doch vor dem Tor agierten die Flottbeker entweder zu nervös oder sie scheiterten an Torwart Florian Westphalen. Am Ende aber konnten sie sich über einen 3:2-Sieg freuen.
Der THK hatte beim Kontern zunächst mehr Glück und ging durch einen Treffer von Hannes Wolff mit 1:0 in Führung. Nach dem Seitenwechsel glich Marius Müller nach einer Strafecke aus, doch wenig später zappelte die Kugel wieder im Flottbeker Netz, als Jacob Stumme nach einer Ecke im Nachschuss das 2:1 für den THK erzielte.
Wenig später hätte Rissens Philip Weber fast für die Vorentscheidung gesorgt, doch sein Schuss strich nach einer Strafecke knapp am GTHGC-Tor vorbei. In der hektischen Schlussphase sorgten Philip Wittes Abstauber und eine weitere von Marius Müller verwandelte Strafecke dafür, dass der GTHGC dank dem 3:2 weiter auf den Ligaverbleib hoffen darf.
Für den THK ist der Abstieg dagegen nicht mehr zu verhindern. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, denn alle haben ihr Bes-tes gegeben“, lobte THK-Coach Kai Britze sein Team, das trotz des Abstiegs nahezu komplett zusammenbleiben wird und in der Regionalliga den Wiederaufstieg anpeilen will.
In Rissen drückt man nun den Flottbekern die Daumen, die sich mit Heimsiegen gegen Kahlenberg (Sonnabend, 15.45 Uhr) und Oberhausen (Sonntag, 14 Uhr, jeweils Otto-Ernst-Straße) den Klassenerhalt sichern können.
„Wir werden in der kommenden Woche gut trainieren und dann noch einmal Vollgas geben“, verspricht Ex-Nationaltrainer Michael Behrmann – der GTHGC-Coach Jimmi Lewis in den letzten drei Saisonspielen an der Seitenlinie unterstützt –, dass alles getan wird, um auch in der kommenden Spielzeit Bundesligahockey zu bieten.
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