Rathausführung für Flüchtlinge

Anne Krischok (7.v.r.) und Mohammed Nadeem (7.v.l.) waren mit dem Ergebnis ihrer Führung sehr zufrieden. Foto: pr
Hamburg: Hamburger Rathaus |

Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok (SPD) zeigt ihren Arbeitsplatz als Politikerin

Merle Schüning, Hamburg

Das war eine ganz neue Erfahrung für die Geflüchteten: Anne Krischok führte gemeinsam mit Sozialarbeiter Mohammed Nadeem durch die prunkvollen Räume des Hamburger Rathauses. Unter den Teilnehmenden waren auch ein ehemaliger irakischer Botschafter, ein früherer Professor der Universität Bagdad, ein afghanischer Schauspieler und eine Künstlerin.
Es war für viele Flüchtlinge eine Überraschung, dass Hamburgs Rathaus seinen Bürgern so weit offen steht. Sie berichteten, dass in ihren Herkunftsländern die Regierungsgebäude oft weitläufig abgesperrt sind. Ein Flüchtling erzählte, er wäre bereits öfter am Hamburger Rathaus vorbeigelaufen. Er ging davon aus, dass ein öffentlich zugängliches Gebäude nicht das Rathaus sein kann.

Das Rathaus wird
zum Symbol der Freiheit

Während der Führung wurde nicht nur der imposante Bau und seine repräsentativ ausgestatteten Räume bestaunt, es kamen auch Probleme zur Sprache, die den Flüchtlingen unter den Nägeln brennen. Dazu gehören die lange Wartezeit auf das Asylverfahren oder der Ausschluss aus Integrationskursen für „sichere Herkunftsländer“.
Zum Ende der Führung gab es nur positive Kommentare: Mohammed Nadeem betonte, dass es eine gute Idee sei, den Ort zu besuchen, an dem die Gesetze für Hamburg gemacht werden. Ein weiterer Teilnehmer erklärte, dass er nach fast einem Jahr in Hamburg durch diesen Rathausbesuch begriffen hätte, welche großartigen Freiheiten ihm seine neue Heimat bietet.
Auch Anne Krischok zog ein positives Fazit: „Ich danke Ihnen, dass Sie mir Einblicke in Ihre neue Lebenssituation in Hamburg gegeben haben. Solche Berichte aus dem Alltag der Menschen sind für uns Abgeordnete immer wichtig.“
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