Hockeystar dank Mamas Trick

Großflottbeks Maxi Marquardt (l.) gilt als eines der Top-Talente des deutschen Hockeys. Bei der bevorstehenden Junioren-WM will die erst 19-Jährige wieder ganz vorn angreifen. Foto: dha
Hamburg: GTHGC |

Eigentlich wollte Maxi Marquardt als kleines Mädchen
Fußball spielen, doch ihre Mutter fuhr sie zum Hockey

Jens Beeskow, Gross Flottbek

Hockey konnte Maxi Marquardt als kleines Mädchen gar nicht ausstehen. Lieber wollte sie Fußball spielen. Doch das war wiederum Mutter Marquardt nicht so recht. Und so half sie ihrer Tochter mit einem kleinen Trick auf die Sprünge. Sie gab vor, mit Maxi zu einem Fußball-Probetraining zu fahren, brachte sie aber stattdessen auf den Hockeyplatz des TTK Sachsenwald. Der beinahe schon gemeine Winkelzug hatte Erfolg: Die Sechsjährige hatte Spaß am Spiel mit dem Krummstock und blieb dem Sport treu. 13 Jahre spielte sie beim TTK – zuletzt in der Regionalliga – und entwickelte sich dort zu einem der hoffnungsvollsten Sturmtalente des deutschen Hockeys.
Erst vor dieser Saison wechselte sie ins deutsche Hockey-Oberhaus zum Großflottbeker THGC. „Ich hatte für mich festgelegt, dass ich, wenn ich nach dem Abitur noch immer zu einem DHB-Auswahlkader gehöre, auch in die Bundesliga wechseln will“, erzählt Maxi Marquardt. Auf Bundesliga-Niveau trainiert hatte die Torjägerin auch schon vorher im schleswig-holsteinischen Wohltorf beim TTK. Da sie bereits seit 2013 das Nationaltrikot überstreift, zudem auch bereits 2015 im spanischen Santander Vize-Europameisterin mit der deutschen U18 geworden ist, stand sie auch schon als Regionalspielerin täglich auf dem Hockeyplatz. „Das war allerdings mit viel Eigeninitiative verbunden und auch oft recht individuell.“ Das ist jetzt in Groß Flottbek anders.

Marquardt schoss 30 Tore
in 36 Länderspielen

Dort ist man jedoch froh, sich mit einer jungen und hoch talentierten Offensivspielerin verstärkt zu haben. „Mit Maxi haben wir eines der größten deutschen Nachwuchstalente für den GTHGC gewinnen können“, so Trainer Michael Behrmann. „An der beeindruckenden Statistik von bislang 30 Toren in 36 Länderspielen kann man ablesen, welches Potenzial in ihr schlummert und worauf wir uns in den nächsten Monaten und Jahren noch freuen können, wenn sie das dann auch in der Bundesliga zeigen kann.“
Jetzt kann sich Maxi Marquardt voll auf das nächste
Highlight konzentrieren. Denn mit ihren erst 19 Jahren wurde sie von Bundestrainer Marc Haller bereits in den Kader für die U21-Weltmeisterschaft in Chile, die am 23. November startet, berufen. Dort muss sie als „Küken“ zwar traditionell ungeliebte Aufgaben wie „Bottich-Dienst“ oder „Bällesammeln“ übernehmen, aber „ansonsten ist das ein cooles Team, und ich freue mich schon sehr auf Chile“, so Marquardt.
Das Pensum, neben Arbeit und Studienvorbereitungen auch noch für Bundesliga und Nationalteam zu trainieren, sei natürlich anstrengend, „aber für so ein Highlight nimmt man das gern in Kauf.“
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