Gute Bildung und bewohnbare Wohnung: Eintrittskarten in eine integrierte Zukunft

Mitten in Altona lebt A. (Name der Redakteurin bekannt), mit seiner Familie. In den vergangenen Jahren absolvierte A. einen beispielhaften Schulaufstieg und wird kommendes Jahr als erster in der Familie sein Abitur machen. Dies gelang, obwohl die tunesischstämmige Familie in einer Dreizimmerwohnung lebt, die nicht nur zu klein, sondern seit vielen Jahren erheblich von Schimmel befallen ist. Die Familie bemühte sich auf vielerlei Weise um ein neues Zuhause, ohne Erfolg. So bleibt auch A. trotz Fleiss und Intelligenz in einem Umfeld, das weder ruhiges Lernen noch neue Freunde erlaubt; er fühlt sich weit entfernt von praktischen Ergebnissen einer aus seiner Sicht weitgehend akademischen Debatte über Chancengerechtigkeit und Integration. FORUM-Young Migrant Talents kennt und begleitet A. seit dem Jahr 2007. Er ist einer von vielen, die sich anstrengen, dabei aber kaum praktische Unterstützung der Gesellschaft erfahren. Wir wissen um die allgemeine Wohnungsnot in Hamburg. Aber wir sehen auch, dass rund um die Familie von A. deutsche Familien neue Wohnungen bekommen und nicht nur dort. Und wir können rechnen: Wenn strebsame und kluge Kinder früher Einwandererfamilien jetzt nicht angemessene Orte zum Leben finden, werden ihnen irgendwann ihre Kraft und das Vertrauen in dieses Land ausgehen, mit teuren Folgen, die niemand wollen kann. Daher braucht eine globale Stadtgesellschaft die durch Elite real vorgelebte Bereitschaft zum Zusammenhalt, - zum Beispiel in Form einer Wohnung für A. und seine Familie.
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