Fliegender Wechsel im Bahnhofskiosk

Am Montag, 31. Oktober, wurde der Kiosk am S-Bahnhof Iserbrook am Ausgang Hasenhöhe geschlossen, drei Tage später eröffnete der neue Pächter Emür Nayci. (Foto: ww)
Von Wolfgang Westphal. Iserbrook. Als Volkan Isilak seinen Kiosk am Iserbrooker S-Bahnhof am 31. Oktober, schloss, befürchteten viele Iserbrooker, dass der Kiosk wie davor wieder jahrelang leer stehen bleiben würde. Doch schon drei Tage später eröffnete Emür Nayci den Kiosk neu.
Laut Volkan Isilak, der den Kiosk im Dezember 2009 eröffnet hatte, habe sich der „wirtschaftlich nicht mehr gelohnt“. Dafür gibt es eine Anzahl von Gründen. Einer davon war die unregelmäßigen Öffnungszeit: mal war der Kiosk ab dem frühen Morgen geöffnet, mal wieder nicht.
Ein weiterer schwerwiegender Grund für die schlechten Geschäfte war, dass der Kiosk sich immer mehr zum Treff arbeitsloser und viel Alkohol trinkender Hartz IV-Empfänger entwickelte. Spätabends hingen dann noch zahlreiche Jugendliche am Kiosk ab. Das stieß zunehmend andere Kunden ab. Die Rentnerin Maria K. sagte: „Ich gehe lieber 200 Meter weiter zum Laden und hole dort meine Zeitung.“ Besonders in den Abendstunden, wenn die Kioskdauergäste, die dort von morgens bis abends tranken, schon leicht benebelt waren, mieden normale Bürger mehr und mehr den Kiosk.
Dem will der der neue Pächter Emür Nayci von vornherein einen Riegel vorschieben. Als erstes entfernte er alle Sitzmöbel und Stehtische. Und er reduzierte die abendliche Öffnung auf 20 Uhr.
Seiner Zeit konnte Volkan Isilak als ehrenamtlicher „Bahnhofspate“ gewonnen werden, diese Funktion will auch der neue Pächter übernehmen. Aufgabe des Paten ist es, das Bahnhofsmanagement Hamburg laufend über den Zustand des Bahnhofs zu informieren, so dass bei Bedarf die Bahn schnell auf eventuelle Verschmutzungen oder Schäden reagieren kann.
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