Flaggschiff ist gerettet

So soll die „Maltzahn“ bald wieder über die Elbe gleiten. Foto: Museumshafen Oevelgö̈nne
Hamburg: Oevelgönne/Museumshafen |

15.800 Euro für Sanierung der Präsident Freiherr von Maltzahn

Von Gaby Pöpleu. Der Finkenwerder Hochseekutter „Präsident Freiherr von Maltzahn“ von 1928 ist gerettet: 15.800 Euro spendeten Freunde alter Schiffe bei einer Crowdfunding-Aktion im Internet für seine Instandsetzung. Nicht nur alte Kutterfans bewiesen ein Herz für historische Schiffe: Etwa 60 Prozent der Spenden kamen von Freunden des Museumshafens Oevelgönne, beachtliche 40 Prozent von neuen Freunden des Projekts. Insgesamt spendeten 144 Personen bei der Aktion.
Am Nikolaustag 2017 hatten sich die Mitglieder des Vereins „Museumshafen Oevelgönne“ getroffen, um den Startschuss für die Crowdfunding-Aktion auf der Plattform „startnext.com“ zu geben.
Deren Ziel sollte es sein, genug Geld einzusammeln, damit die lange fällige Sanierung der „Maltzahn“ 
Schon der Start der Aktion war vielversprechend verlaufen. Vereinsgeschäftsführer Bjørn Nicolaisen: „Bereits nach zwei Stunden waren 25 Prozent des ersten Sammlungsziels erreicht, weniger als 24 Stunden später waren 4.600 Euro zusammen und nach einer knappen Woche waren es 65 Prozent des ersten Fundingziels.“ 10.000 Euro wollte man auf jeden Fall zusammenbekommen.
Danach entwickelte sich die Sammlung zwar langsamer, aber am zweiten Weihnachtsfeiertag war die erste Sammlungsmarke geknackt. Nach 56 Tagen, am 31. Januar, wurde die finale Summe von 15.800 Euro erreicht.

Vordere Spanten waren morsch geworden

Der segelnde Hochseekutter „Präsident Freiherr von Maltzahn“ HF.294. ist seit 1989 das Flaggschiff der Oevelgönner Flotte. Voraussichtlich noch bis Ende März wird er auf der Bültjer-Werft in Ditzum an der Ems auf Vordermann gebracht. Vor allem müssen im vorderen Schiffsbereich alte, im Lauf der Jahrzehnte morsch gewordene Spanten durch neue ersetzt werden. Ab dem Hafengeburtstag im Mai soll das historische Schiff wieder für Gästefahrten auf der Elbe eingesetzt werden.

„Crowdfundung“,

auf Deutsch „Schwarmfinanzierung“ oder „Gruppenfinanzierung“, ist eine besondere Form der Geldbeschaffung, die in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden ist. Dabei wird ein Vorhaben Einzelner – zum Beispiel eine Firmengründung, ein soziales Projekt, ein Kulturevent – von vielen Menschen bezahlt. Es kann sich dabei um Spenden, aber auch um Darlehen beispielsweise für Firmen handeln. Eine Gegenleistung ist möglich, aber nicht immer vorgesehen. Das Geldsammeln erfolgt in der Regel über spezielle auf Crowdfunding spezialisierte Plattformen im Internet, zum Beispiel startnext.com, kickstarter.com, visionbakery.com,
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.