Eine Million Euro fehlen noch

Bernd Cloppenburg (v. l.), Clarita Loeck und Andreas Horlitz möchten mit dem Bau beginnen.

Bau des Blankeneser Hospiz soll 2015 beginnen

Nicht mehr länger warten, einfach loslegen. Eine Vielzahl der Blankeneser will das. Auch Clarita Loeck, Vorsitzende des Vereins, hätte das Blankeneser Hospiz am liebsten schon gestern eröffnet. Immer noch fehlen eine Million Euro. Doch für die engagierte Frau und ihr Team steht fest: Sie wollen 2015 endlich anfangen zu bauen.

Seit acht Jahren kämpft Loeck für ihre Idee, in der Godeffroystraße 29 eine stationäre palliative Einrichtung zu errichten. Kosten für Überlassung des Grundstücks, Umbau und Anbau: 5,9 Millionen Euro.
3,2 Millionen Euro haben Bürger an Geld- und Sachspenden gegeben. Ein Kredit über 1,7 Millionen Euro ist genehmigt. Sicher ist: „Wir dürfen nicht nachlassen, Eigenmittel einzuwerben“, erklärt Bernd Cloppenburg, der zuständig für die Finanzen ist. Ist das Hospiz in Betrieb, muss der Verein jährlich zehn Prozent der laufenden Kosten übernehmen: geschätzte 160.000 Euro. 130.000 Euro werden wohl als Spenden aus Trauerfällen zusammenkommen. Diese Erfahrung machen andere Hospize, mit denen die Blankeneser sich austauschen. Bleiben noch 30.000 Euro pro Jahr. „Das trauen wir uns zu.“

Die baulichen Auflagen
für ein Hospiz sind hoch


Fast genauso langatmig wie die Geldbeschaffung verlaufen die Gespräche mit den Behörden, weil zahlreiche Auflagen erfüllt werden müssen. Noch immer sind nicht alle Formalitäten geklärt. Doch Loeck und Architekt Andreas Horlitz sind zuversichtlich, dass ihre Baupläne auch die letzten technischen Anforderungen für ein palliatives Haus erfüllen werden.
Zehn Gäste sollen sich in ihrem letzten Lebensabschnitt dort wohl fühlen. Die Zimmer lichtdurchflutet, zum Garten ausgerichtet. Die Nähe zur Kirche, zu Kindergarten und Marktplatz. Loeck und ihr Team nehmen die Mehrkosten, die auf diesem Gelände anfallen, in Kauf: „Der Standort ist uns so viel wert.“ Trotz Bezug zu Blankenese, der christlichen Ausrichtung. Es soll ein Hospiz für den Hamburger Westen werden. Loeck betont: „Egal, ob oder was sie glauben: Alle, die schwerkrank sind, nehmen wir auf.“
❱❱ www.blankeneser-hospiz.de
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