Nur Kanonenfutter?

Während fünf Teams kniffen, nahm der SVOB die Herausforderung an: Roman Netzlaw und sein Team wissen, dass sie vor einer schwierigen Aufgabe stehen. Foto: rp
Hamburg: SV Osdorfer Born |

Fußball: Frauen-Mannschaft des SV Osdorfer Born startet in der Verbandsliga –
fünf Teams wollten nicht aufsteigen, nur der SVOB – Verstärkungen gesucht

Rainer Ponik, Hamburg-West
Als die Landesliga-Fußballerinnen im Frühjahr kurz vor dem Saisonende den Klassenerhalt geschafft hatten, war die Freude groß. Trotz einiger Verletzungssorgen hatte Trainer Roman Netzlaw mit seiner Mannschaft den achten Platz und damit das Mindestziel erreicht. Dass das Team vom Kroonhorst nur ein paar Monate später in Hamburgs höchste Spielklasse aufsteigen würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand.
Weil Verbandsligist SV Wilhelmsburg seine Mannschaft aber vom Spielbetrieb abmeldete, wurde in der stärksten Liga ein zusätzlicher Startplatz frei. Was beim Herrenfußball zu großem Jubel geführt hätte, ließ die aufstiegsberechtigte Mannschaft von Grün-Weiß Eimsbüttel kalt. Da auch der FC St. Pauli und drei weitere Teams auf ihr Aufstiegsrecht verzichteten, wurde der SVOB gefragt. Er nahm die Herausforderung überraschend an.
„Auch wenn wir sicher nur theoretische Chancen auf den Klassenerhalt haben, können meine jungen Spielerinnen in dieser Spielklasse wertvolle Erfahrungen sammeln“, ist sich Roman Netzlaw sicher. Dagegen ist es bedauerlich, dass Melanie Aumüller (kam vom Hamburger SV III) bisher der einzige namhafte Neuzugang blieb. Somit stehen vor allem die ehemaligen Regionalliga-Spielerinnen Valentina Netzlaw, Florence Adjouman, Ülgen Köksal und die derzeit noch verletzte Sinem Gülcemal in der Verantwortung, das Team durch die Saison zu führen.
Einige klare Niederlagen werden sich aber nicht verhindern lassen. „Es wird sich zeigen, ob die Kameradschaft und der Zusammenhalt groß genug ist, auch so eine schwierige Zeit zu überstehen“, weiß Mannschaftsführerin „Valla“ Netzlaw. Mit etwas Glück kann der SVOB bald wieder auf Langzeitverletzte wie Torfrau Eva Rovna und Weronika Rogoesky und Madeleine Scholz zurückgreifen. Dennoch können die Frauen weitere Spielerinnen aller Positionen gebrauchen. „Vor allem eine Spielerin, die im Tor spielen will, wird dringend gesucht“, sagt Roman Netzlaw.
Wer Lust hat, sich der Osdorfer Mannschaft anzuschließen, die auf der Rasensportanlage am Kroonhorst ihre Heimspiele austrägt, kann sich gern unter Tel. 0176 / 37 888 151 bei Roman Netzlaw melden.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.