Nach der Sommerpause wird es ernst

Die Hamburg Blue Devils konnten die Niederlage gegen Kiel vorerst hinter sich lassen und am vergangenen Samstag den Tabellendritten, die Hannover Grizzlies, mit 45:00 besiegen. Doch am 3. September geht es ans Eingemachte. In knapp einem Monat steht das Rückspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer, die Kiel Baltic Hurricanes II, an. Es zählt also jeder Score, um Kiel den Aufstieg noch streitig zu machen.

Mit 45:00 (07:00; 17:00; 07:00; 14:00) gewannen die Hamburg Blue Devils am Samstagnachmittag bei den Hannover Grizzlies und verbuchten ihren nächsten Sieg ohne Gegenpunkte zuzulassen. Bereits zur Halbzeit führten die Devils mit 24:00 und ließen sich das Spiel auch in der zweiten Hälfte von den Grizzlies nicht aus der Hand nehmen.
Bei abwechselnd strahlendem Sonnenschein und strömendem Regen verfolgten circa 120 Zuschauer die Partie, von denen die meisten aus Hamburg angereist waren. Beide Teams haben sich gut an die Wetterverhältnisse angepasst und mehr auf Laufspielzüge gesetzt, um die Kontrolle auf dem matschigen Feld und über den mit Schlamm bedeckten Ball nicht zu verlieren.
Die Hamburger Defense zeigte starkes Durchhaltevermögen und verhinderte wichtige First Downs der Grizzlies. Runningback Marius Fiedler und Wide Receiver Andreas Grycz punkteten gegen Hannover jeweils zwei Mal. Auch der startende Quarterback Paul Petersen erlief einen Touchdown selbst und Tight End Levi Kruse schaffte es für eine Two-Point Conversion bis in die Endzone. Neben den Extrapunkten verwandelte Oliver Knoch ein Field Goal und verewigte sich, nach der Interception von Defensive Back Benjamin Göbel, ebenfalls mit einem Touchdown auf dem Scoreboard.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung unserer Special Teams. Die Jungs haben als Einheit zusammengespielt, diszipliniert ihre Aufgaben erledigt und nicht viel zugelassen“, lobt Special Teams Coordinator Niklas Hildebrandt seine Truppe. „Kicker Oliver Knoch war, nach Abwesenheit beim letzten Spiel gegen Kiel, wieder dabei. Er hat gleich Sicherheit ausgestrahlt und vor allem bei Kickoffs und dem Field Goal überzeugt. Ich bin mir sicher, dass er auch im Rückspiel gegen Kiel seinen Teil dazu beitragen wird, die Motivation des Teams hochzuhalten.“

Beim siebten Saisonspiel der Devils, am 24. Juli, kam es zum ersten Spitzenduell gegen die bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Kiel Baltic Hurricanes II. Die Devils hatten zuvor sechs Spiele gewonnen und ihre Gegner mit nie weniger als 33 Punkten Vorsprung besiegt. Insgesamt ließen die Devils dabei nur zehn Punkte zu. Die Canes holten aus den ersten fünf Spielen fünf Siege und ließen insgesamt 19 Gegenpunkte zu. Dennoch mussten sich die Blue Devils beim Hinspiel in Kiel mit 00:26 geschlagen geben. Am Samstag, den 3. September empfangen die Hamburg Blue Devils die zweite Mannschaft der Kieler dann zum Heimspiel am Kroonhorst. Für die Teufel geht es weiterhin darum, mit jedem erzielten Punkt an Kiel vorbeizuziehen und so zur nächsten Saison in die Oberliga aufzusteigen. Damit die blauen Teufel im direkten Vergleich besser abschneiden, werden sie im Rückspiel auf ihrem Homefield alles geben.

„Das Spiel ist für uns die große Chance zu beweisen, dass wir gegen Kiel bestehen können. Natürlich gibt es viel Verbesserungspotential im Team, aber im Hinspiel haben wir uns schlichtweg die Butter vom Brot nehmen lassen. Wir werden die Sommerpause nutzen und konzentriert trainieren, um besser zu werden, damit die Jungs selbstbewusst ins Spiel gehen und auf ihr Können vertrauen“, so Coach Hildebrandt.
„Zudem müssen die Canes diesmal in die blaue Hölle - da spielt kein Gegner gerne. Statistisch haben wir in den vergangenen Heimspielen deutlich stärker gespielt und bis zu vier Touchdowns mehr aufs Scoreboard bringen können. Unsere Fans tragen uns eindeutig zum Sieg!“

Spannend dürfte es allemal werden, denn nach der ersten Begegnung der beiden Teams haben die Devils nun viel Vorbereitungszeit. Außerdem werden einige Spieler, die verletzungsbedingt ausgefallen waren, und Heimkehrer aus dem Sommerurlaub im September wieder mit dem Team auflaufen. Die Wirbelstürme waren zuletzt im heimischen Kilia-Stadion sehr stark, doch haben sie die Gegner in der Verbandsliga in keinem der Spiele so hoch geschlagen, wie es den blauen Teufeln in dieser Saison gelang und auch der Fluch der Auswärtsspiele ist den Kielern nur allzu gut bekannt. Die Hamburg Blue Devils können es sich also erlauben mit dem nötigen Selbstvertrauen in die Partie zu gehen, bei der es um so wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg geht.
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