Mission Impossible!

Benjamin Adwubi (l.) zählte im Heimspiel gegen Türkiye neben Torhüter Darko Lejic zu den besten Lurupern, konnte Alexander Pohlmann hier aber nicht am Torschuss hindern. Foto: rp
Hamburg: SV Lurup |

SV Lurup startet mit komplett neu formiertem Team in die Oberliga

Rainer Ponik, Hamburg-West

Geld regiert die Welt!? Dieses ungeschriebene Gesetz hat längst auch im Hamburger Amateurfußball Einzug gehalten. Oder kann etwa ausgerechnet das völlig neu formierte Luruper Oberligateam diese These ins Wanken bringen?
Mit einem Kader namhafter Spieler und junger Talente hatte der SVL im Frühsommer 2015 den Aufstieg in Hamburgs höchs-te Spielklasse geschafft. Doch nach einem handfesten Zwist zwischen den Sponsoren der
Ligaelf und dem Vereinsvorstand, der dem Thema Leistungsfußball kritisch gegenübersteht, stellte der Hauptsponsor sein langjähriges Engagement für die 1. Herren ein.

Sämtliche Spieler der Aufstiegself haben den Verein verlassen

„Ohne den Hauptsponsor, der 90 Prozent des Liga-Etats gestemmt hat, wird es in Lurup wohl keinen Oberligafußball geben“, befürchtete der damalige
Ligamanager Andreas Klobedanz, der den SVL inzwischen – wie Trainer Berkan Algan und sämtliche Spieler der Aufstiegself – verlassen hat. Der Verein stellte ein neues Oberligateam auf die Beine. Insgesamt 28 Spieler zählen zum neuen Teamkader, der sich hauptsächlich aus Akteuren der ehemaligen 2. Herren, einigen Talenten aus dem Nachwuchsbereich und Spielern aus unteren Ligen zusammensetzt. Alle haben auf die in der Spielklasse sonst üblichen Aufwandsentschädigungen verzichten müssen. Als Trainer-Duo fungieren Norman Köhlitz und Slawomir Majer, der bisher die 2. Mannschaft coachte.
Beide stehen vor einer schier unlösbaren Aufgabe, doch Norman Köhlitz traut seinen Schützlingen trotz allem den Klassenerhalt zu. „In dieser Mannschaft steckt eine Menge Potenzial“, so der ehemalige Jugendkoordinator des Vereins.
Dank einer guten Mannschaftsleistung konnte der SVL sein erstes Pflichtspiel beim hoch gehandelten Landesligisten TBS Pinneberg im Pokalwettbewerb prompt mit 3:1 gewinnen. Der Punktspielauftakt gegen Mitaufsteiger FC Türkiye fiel dagegen zu Hause am Sonntag ernüchternd aus. Vor 235 Zuschauern waren die Gäste dem SVL klar überlegen und gewannen mit 4:0-Toren.
„Heute hat jeder nur für sich gekickt, das Zusammenspiel war eine Katastrophe!“, ärgerte sich Norman Köhlitz. Schon im nächsten Oberligaspiel beim dritten Aufsteiger Concordia soll die Mannschaft zeigen, was wirklich in ihr steckt.
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