Zirkusprojekt an der Grundschule Goosacker

  Hamburg: Grundschule Goosacker | Zum ersten Mal gab es an der Grundschule Goosacker ein Zirkusprojekt. In Kooperation mit „1. Ostdeutscher Projektcircus Andre Sperlich“ wurde die Projektwoche auf die Beine gestellt.
Alles begann am Sonnabendabend mit der Ankunft der Artisten. Am Sonntagmorgen wurde dann mit tatkräftiger Unterstützung von Eltern das große Zirkuszelt aufgebaut. So konnten die ersten schon Zirkusluft schnuppern. Zelt und Wohnwagen fanden auf dem Sportplatz am Goosacker Platz.
Nachdem am Montag zuerst die Artisten den Schülern ihr Können gezeigt und die Kinder abschließend in ihre Disziplinen eingeteilt hatten, ging es am Dienstag für die Schüler los. Alle Kinder, vom Vorschulkind bis zum Viertklässler, übten in den verschiedenen Disziplinen in altersgemischten Gruppen. Immer wieder war zu hören: „Bist du Akrobat oder Fakir oder Zauberer, gehörst du zu den Tauben oder Haustieren oder bist du am Trapez...?“
Kinder aus den Kindergärten Kita Knabeweg, Kita Pfiffikus, Kita St. Simeon und Fröbelkindergarten im ELBE gehörten auf Einladung der Grundschule zu den Zirkusartisten dazu und hatten ihr Training beim Schwarzlicht oder der Akrobatik.
So probten fast 300 Kinder in zwei großen Gruppen ihre 11 Disziplinen ein.
Eifrig lernten und probierten die kleinen Artisten und so mancher entdeckte bisher ungeahnte Talente. In zwei Tagen stellten die 11 Trainer ein sehr beeindruckendes zweistündiges Programm auf die Beine. Kinder, die gerade nicht probten, lernten das Zirkuslied, das jede Vorstellung einleitete.
Jedes Kind erhielt sein eigenes farbenfrohes Kostüm, für jede Disziplin in einer anderen Farbe. Das machte schon den Einmarsch der Artisten jedes Mal wieder zu einem Spektakel für die Augen.
Jede Gruppe präsentierte zweimal ihr Können, einmal in der Woche und dann beide Gruppen am Samstag.
In das jeweils gut gefüllte Zirkuszelt marschierten die kleinen Artisten ein, setzten sich und sangen lautstark und fröhlich ihr Zirkuslied. Mit der Verwandlung eines Schulkindes in einen Clown wurden die Vorstellungen eröffnet. In schneller Folge gab es einen Höhepunkt nach dem anderen zu sehen. Die Schwarzlichtshow riss die Zuschauer mit ihren Effekten zu stürmischem Applaus hin. Über die Clowns amüsierten sich alle sehr und „Rollmops und Hering“ wird niemand so schnell vergessen. Die Seiltänzerinnen boten Kunststücke und Zauberer hielten die Manege in Atem. Übrigens haben sich sowohl die Piraten als auch die Zauberer an die alte Regel gehalten: “Tricks werden nicht verraten!“ Wie der Pirat die Schwerter überlebte und aus der Taube ein Kaninchen wurde, bleibt also ein Geheimnis. Furchtlos fassten die kleinen Dompteure für ihre Kunststücke die Tauben an.
Nach der Pause zeigten die Ziegen bei der Haustiershow, dass sie durchaus ihren eigenen Kopf haben und auch den Trainern nicht immer gehorchen. Umso besser wippten die Ponys mit Kindern. Mit stolzgeschwellter Brust traten die Fakire auf, die ihren Mut mit Glasscherben, Nagelbrettern und Feuer bewiesen. Die Schlange fasste mancher nur zögerlich an, um sie dann mit aller Kraft zu stemmen und hinterher festzustellen, dass so eine Python ganz schön schwer ist.
Begeisterten Beifall ernteten auch die Trapezkünstler mit ihren Darbietungen in luftiger Höhe und so mancher Erwachsene fragte sich: „Wie schaffen die das nur in zwei Tagen?“ Bangen Blickes schauten nicht nur die kleinen Artisten sondern auch die Eltern bei den Jongleuren so manchem Diabolo, Tuch, Ring oder Ball hinterher. Alles wurde sicher gefangen und mit langem Beifall bedacht. Die Clowns mit der Bienenkönigin bzw. dem Wilhelm-Tell-Schuss sorgten noch einmal für viel Gelächter, ehe die Akrobaten ihre Pyramiden bauten. Dabei standen Kita-Kinder und Vorschüler häufig ganz oben!
Zum Schluss verwandelte sich der Clown wieder in ein Schulkind und verließ die Manege. Der krönende Abschluss war allerdings immer der Einmarsch aller Artisten, die sich winkend vom Publikum verabschiedeten. Neben den Kindern wurden auch die Trainer und Lehrer für ihren Einsatz mit donnerndem Applaus bedacht.
Nachdem der Vorhang am Sonnabend um 16.00Uhr das letzte Mal geschlossen wurde, halfen viele kleine und große Helfer mit, dass der Zirkus pünktlich um 18.00 Uhr das Gelände wieder verlassen konnte, um zur nächsten Schule zu fahren.
Einig waren sich alle in dem Fazit, dass es eine wunderbare Woche mit tollen Vorstellungen und großem Lernerfolg für alle Beteiligten war. Und die Frage: “Machen wir das wieder?“ änderte sich ganz schnell in: „Wann machen wir das wieder?“ Da der Zirkus in den nächsten beiden Jahren bereits gut zu tun hat, wurden die ersten Eltern schon beim Rechnen beobachtet.....
Es hat sich gelohnt und es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass der „1. Ostdeutsche Projektcircus Andre Sperlich“ seine Zelte am Goosacker aufschlägt!
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