Vierspurig durch die Bornheide - nie!

Hamburg: Bornheide |

Borner Runde ist gegen die geplante Busspur in der Bornheide

R. Schwarz/K. Istel,
osdorfer Born
Geht es nach dem Willen des SPD-Senats, soll es zukünftig eine gesonderte Busspur in der Bornheide geben. So steht es jedenfalls im „Busbeschleunigungsprogramm“. Aus zwei Gründen erzürnt das die politisch aktiven Bürger am Osdorfer Born:1. Auf beiden Seiten der Fahrbahn würden dann die Parkplätze wegfallen. 2. Die Straße würde vierspurig befahren werden und so den Stadtteil –noch stärker als ohnehin schon –trennen.
Bislang wird in der Bornheide entlang beider Fahrbahnseiten geparkt. Bekäme der Bus seine eigene Spur, fielen die Parkplätze weg, und die Straße würde vierspurig genutzt. „Eine solche Planung steht dem kürzlich von der Borner Runde erarbeiteten Verkehrskonzept konträr entgegen“, erklärte Gerhard Sadler. Er war bis vor Kurzem Sprecher der mittlerweile aufgelösten Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft im Stadtteilgremium. Ziel des Verkehrskonzepts der Borner Runde sei es, die Trennung des Stadtteils durch die Straße aufzuheben oder zumindest zu reduzieren.
Rückendeckung bekommt die Borner Runde von Tim Schmu-ckall, Verkehrsexperte der Altonaer CDU: „Wir sehen keinen Bedarf für eine Sonderbusspur auf der Bornheide.“
Henrik Strate, Verkehrsexperte der Altonaer SPD, versucht, die Wogen der Empörung zu glätten: Der im Busbeschleunigungsprogramm enthaltene Absatz zur separaten Busspur für die Bornheide sei „...noch keine offizielle Planung; es ist alles noch abstrakt gehalten“. Die Schaffung zusätzlicher Busspuren „haben wir im Bezirk sehr kritisch gesehen“, versichert Strate.
Seit Monaten versuche die örtliche Politik in dieser Frage mit dem Senat zu sprechen, um klare Informationen zu erhalten – vergeblich. Strate: „Was die Behörde will, erfahren wir erst am 20. August im nächsten Verkehrsausschuss. Anschließend werden wir uns zusammen mit der Borner Runde positionieren.“
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