Turmhoch: Grundschüler lesen 33 Meter Bücher

Die Klasse 4c der Fridtjof-Nansen-Schule liest eifrig Bücher, deren Buchrücken-Höhe gemessen wird. Zusammen mit anderen Luruper Schülern wollen sie mit dem „Erlesenen“ die Höhe des Turms der Auferstehungs- kirche überrunden. Dazu ermutigen sie auch die Lehrerinnen Christine Ritter und Maren Schamp-Wiebe, Ada Woldag, Pastorin der Auferstehungsgemeinde, und Lehrerin Regina Heinecke (hinten, v. l.). Foto: da
Hamburg: Auferstehungskirche |

Projekt: Schüler wollen mit Büchern den Auferstehungsturm „erklimmen“

René Dan, Lurup
Insgesamt 28 Schulklassen von drei Luruper Grundschulen tauchen in verschiedenste literarische Welten ein ­– vom „Räuber Hotzenplotz“ bis „Ronja Räubertochter“ –, um ein ehrgeiziges Ziel zu erreichen: Gemeinsam wollen die rund 300 Schüler bis Ende Oktober so viele Bücher gelesen haben, dass diese aufeinandergestapelt den Turm der Auferstehungskirche überragen würden. Der erhebt sich 33 Meter gen Himmel.
„Wir lesen den Auferstehungskirchturm“ lautet das Motto des Lese-Projekts, das Maren Schamp-Wiebe ins Leben gerufen hat. „Wir wollen die Luruper Kinder noch mehr zum Lesen bringen“, sagt die Lehrerin der Fridtjof-Nansen-Schule (FNS), die das Projekt mit der Auferstehungskirchengemeinde und dem Stadtteilhaus Lurup koordiniert.
Außer der FNS mit ihren Standorten Fahrenort und Swatten Weg beteiligen sich auch die Schulen Langbargheide und Franzosenkoppel an dem Projekt. „Jede Klasse hat ihre eigene Liste, und am Ende jeden Monats werden die gelesenen oder auch vorgelesenen Bücher zusammengezählt“, erläutert Maren Schamp-Wiebe. Ihre Klasse 1f, schätzt die Klassenlehrerin, „wird rund 40 Zentimeter beitragen“ – die Abc-Schützen lesen Pixi-Bücher.
Mehrere Meter wird die Klasse 4c der Fridtjof-Nansen-Schule wohl zum Erklimmen des Auferstehungsturms beisteuern. Hatten sich die Schüler doch bereits am Erlesen des 132 Meter hohen Michel-Turmes (siehe Info-
Kasten) beteiligt: „Wir hatten zusammen 8,80 Meter gelesen“, so Klassenlehrerin Christine Ritter.
Wieder sind ihre Schüler eifrig dabei. „Man strengt sich doll an“, sagt Amélie zur Aktion, die auch Emre und Larissa (alle 9 Jahre alt) „spannend“ finden. Emre erlebt gerade „In den Katakomben von Paris“ (Buchrücken-Umfang: 1,4 Zentimeter) aufregende Abenteuer. Amélie wiederum befasst sich mit Astrid Lindgrens temperamentvollen Mädchen „Madita und Pims“ (vier Zentimeter Umfang), derweil Larissa „Die wilden Fußball-Kerle Jojo und Rocce“ innerhalb von 3,5 Zentimetern kennenlernt.
Ada Woldag, Pastorin der Auferstehungsgemeinde, ist vom Einsatz der Kinder angetan: „Das ist eine tolle Lese-Förderung.“ Zwar freut sich auch Religionslehrerin Maren Schamp-Wiebe über die Verbindung zum Thema Kirche, sie betont aber: „Hätte Lurup eine Moschee, würden wir auch die erlesen.“

Kinderbuchautorin Ursel Scheffler hatte die Idee
Die Idee zu Büchertürmen, die durch das Lesen von Kindern erklommen werden, stammt von der Hamburger Kinderbuchautorin Ursel Scheffler. Ihr erstes großes Hamburger Lese-Projekt war das Erlesen des Michel-Turmes, an dem sich auch mehrere Klassen der Fridtjof-Nansen-Schule beteiligt hatten. Beim Luruper Projekt winken den Teilnehmern zahlreiche Preise, zudem wird Ursel Scheffler am 2. November in Lurup lesen. Mehr Informationen gibt die Initiatorin Maren Schamp-Wiebe unter Tel. 54 62 88. Weiteres Hintergrundwissen zu Ursel Schefflers Projekt unter www.buechertuerme.de. da
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