Theaterstück gegen Mobbing

Die Darsteller von „Eins auf die Fresse“ bekamen viel Applaus. Foto: cn
Hamburg: Lurup |

Rainer Hachfelds „Eins auf die Fresse“ vor Stadtteilschulen aufgeführt

von Connie Neumann
Eins auf die Fresse“ ist der Titel eines Theaterstücks von Rainer Hachfeld, inszeniert von Regisseur Fred Buchalski vom Theater Sehnsucht. Für alle 240 Schüler der 7. Klassen der Stadtteilschulen in Lurup wurde das 80-Minuten-Stück, das Mobbing, Gewalt, Erpressung und Verliebtsein unter Jugendlichen behandelt, in der Geschwister-Scholl-Schule aufgeführt.
Lucki, Mini, Lana und Sven werfen sich auf der Bühne Kraftausdrücke an den Kopf, die krasser nicht sein könnten. Mit „Loser“, „Schwachkopf“ oder „Hau ihm eine rein“ kommentieren die Schüler in der Aula das Bühnengeschehen. Eltern und Lehrer sind im Theaterstück hauptsächlich mit sich selber beschäftigt.
„Das ist schon sehr realitätsnah“, sagt Schulsozialpädagogin Claudia Wegener. Zu den Schwerpunkten der 7. Klassen gehören Gewalt- und Suchtprävention.
An den Tagen nach der Aufführung gehen Regisseur Fred Buchalski und der 24-jährige Hauptdarsteller André Pikart in jede einzelne der Klassen, um das Gespräch mit den Jugendlichen zu suchen. „Ich werde hauptsächlich über das Theater Auskunft geben und André über seine Erfahrungen in der Schulzeit“, erklärt der Regisseur.
„Ich war als Kind übergewichtig und wurde gemobbt“, berichtet André Pikart, der in Neumünster zur Schule ging. Er gibt zu, vom Opfer zum Täter geworden zu sein und mobbte seinerseits Mitschüler. Er flog mit 15 Jahren aus dem Elternhaus und landete im Drogensumpf. „Zum Glück habe ich das hinter mir, habe eine Ausbildung zum Schauspieler absolviert und mache jetzt mein Abitur nach“, sagt der junge Mime.
Am Ende des Schuljahres ist eine Abschlussveranstaltung geplant, bei der die Ergebnisse präsentiert werden.
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