Tempo 30: Politik will Straßen markieren

Karsten Strasser und Heike Sudmann von der Linken sowie die Luruperin Margit Treckmann testen eine Tempo-30-Fahrbahnmarkierung im Luckmoor. Foto: cn
Hamburg: Luckmoor |

Lurup: Hinweise auf der Flurstraße und dem Luckmoor sollen Raser zur Raison bringen

Connie Neumann, Lurup
Die Linke will Autofahrer durch zusätzliche optische Anreize ans Tempolimit erinnern: Teile der Flurstraße und des Luckmoors sollen mit Markierungen auf der Straße an das Tempo-30-Gebot mahnen.
Es gibt in Hamburg bereits einige Modellversuche, die in verkehrsberuhigten Zonen ein Fahrbahnsymbol in Form einer 30 aufweisen. „An einer Kreuzung in Harburg ist die Unfallzahl innerhalb von vier Monaten um die Hälfte zurückgegangen“, berichtet die Linke-Bürgerschaftsabgeordnete Heike Sudmann. Weitere sogenannte Piktogramme befinden sich in Allermöhe sowie in Wandsbek.
Nun möchte die Linke die Wirksamkeit zusätzlicher Fahrbahnsymbole in Lurup erproben. „Wir halten die Tempo-30-Zone Flurstraße zwischen der Luruper Hauptstraße und dem Rugenbarg sowie Luckmoor zwischen Luruper Hauptstraße und Flurstraße für besonders geeignet“, sagt der Bezirksabgeordnete Karsten Strasser.
Auf dieser Strecke umfahren viele Autofahrer stadteinwärts mehrere Kreuzungen und Ampeln. Dabei verstoßen sie oft gegen die Tempo-30-Regelung. Strasser freut sich, dass alle fünf Bezirksfraktionen den Antrag an die Bürgerschaft unterstützen.
In der Behörde für Inneres und Sport (BIS) gibt es keine Bedenken gegen einen Modellversuch in Lurup. „Der Senat erprobt zur Zeit, ob solche Piktogramme hilfreich sind“, sagt der Pressesprecher der BIS, Frank Reschreiter. „Es gibt keine Beschränkung der Behörde, im Rahmen dieser Modellversuche die Nützlichkeit zu überprüfen“, fährt er fort.
Auch Luruper Bürger begrüßen die Aktion der Linken. „Wenn die Autofahrer mit den Symbolen auf der Fahrbahn ans Tempo 30 erinnert werden, halten sie die Geschwindigkeitsbegrenzung sicher eher ein“, sagt zum Beispiel Margit Treckmann. Neben baulichen Maßnahmen wie Fahrbahneinengungen sind Tempo-30-Fahrbahnsymbole gut geeignet, um sicherzustellen, dass tatsächlich nicht schneller gefahren wird, meint die Linke.

Vorgeschlagene Standorte für Markierungen
Im Modellversuch, den die Linke auf den Weg gebracht hat, werden sechs Standorte für die Fahrbahnmarkierungen vorgeschlagen.
Im Luckmoor soll die 30 an folgende Stellen:
- in Höhe der Hausnummer 22 in beiden Fahrtrichtungen.
- vor der Einmündung Flaßbarg in Fahrtrichtung Flurstraße, da dort rechts vor links gilt.
- vor der Einmündung Perlhuhnweg in Fahrtrichtung Luruper Hauptstraße, da dort rechts vor links gilt.
In der Flurstraße zwischen Luruper Hauptstraße und Rugenbarg schlägt die Bezirkspolitik zudem folgende Standorte vor:
- vor der Einmündung Luckmoor in beiden Fahrtrichtungen.
- vor der Einmündung Depenkamp in beiden Fahrtrichtungen.
- vor der Einmündung Glückstädter Weg in Fahrtrichtung Rugenbarg. cn
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2 Kommentare
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Hartmut Obens aus Eimsbüttel | 01.08.2012 | 18:44  
258
Brigitte Thoms aus Lurup | 02.08.2012 | 07:33  
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