Spielhallen-Lärm soll ein Ende haben

Reichlich Ärger produzieren die Besucher der Spielhalle am Labyrinthplatz bei Nachbarn des Born Centers. Über die Problemlösung streitet die Bezirkspolitik. Foto: tp
Hamburg: Labyrinth |

Politiker streiten über das „Labyrinth“ am Osdorfer Born

Thomas Pöhlsen, Osdorfer Born
Immer wieder gibt es Beschwerde von Nachbarn des Born Centers über Lärm und Pöbeleien, die Besucher der dortigen Spielhalle verursachen. Auch Drogenkonsum und Verkauf von Rauschmitteln sollen vor den Räumen beobachtet worden sein, die die Borner nur „das Labyrinth“ nennen.
Die Politiker der Bezirksversammlung wollen den Anwohnern Ruhe ermöglichen. Allerdings gehen die Vorstellungen auseinander, wie dies zuwege gebracht werden kann.
Dr. Kaja Steffens (CDU) betont: „Wir wollen eine schnelle Lösung.“ Deswegen habe sie in der Bezirksversammlung einen Runden Tisch vorgeschlagen, an dem neben Anwohnern und Vertretern des KL!CK-Kindermuseums und der Maria-Magdalena-Kirchengemeinde auch der Grundeigentümer und der Spielhallenbetreiber sowie Politiker und die Verwaltung teilnehmen sollten.
Karsten Strasser (Die Linke) unterstützt die CDU-Initiative. Er lobte, dass Spielhallenbesucher und –betreiber bei der Lösung des Problems beteiligt werden sollten.
Als Reaktion auf die CDU-Initiative hatten SPD und Grüne in der Bezirksversammlung einen eigenen Antrag eingebracht, der dank ihrer Mehrheit auch angenommen wurde. „Es muss gehandelt werden“, erklärte Claudius von Rüden, Vorsitzender der Genossen in Osdorf. Deswegen sollte der Eigentümer des Parkplatzes hinter dem Labyrinth so schnell wie möglich einen Poller aufstellen lassen, der das Befahren des Labyrinthplatzes nur den Anliegern ermöglicht. Sozialdemokraten und Grüne setzen zudem auf eine Änderung der Konzession. Derzeit ist die Spielhalle an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr geöffnet. „Und die Polizei muss verstärkt vor Ort sein“, fordert von Rüden.
Mathias Dahnke, Sprecher der Borner Runde, sieht das Positive. „Wichtig ist, dass Sie sich für uns einsetzen“, sagt er an die Adresse aller Politiker. „Wir waren schon ratlos, weil sich niemand für das Problem zu interessieren schien.“
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