*Spendenaktion* für Flüchtlingskinder durch die Ahmadiyya Gemeinde

Vorbereitung im Bürgerhaus Bornheide
  Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Hamburg KdöR verteilte am Freitag, den 25.09.2015 Geschenke mit dem Motto „Liebe für Alle – Hass für Keinen“ an Flüchtlingskinder im Rahmen des islamischen Opferfestes im Flüchtlingsheim Hamburg- Schnelsen.
Diese Geschenke wurden zuvor am Sonntag, den 20.09.2015 in Hamburg- Osdorf von der Nachbarschaft gesammelt und gemeinsam verpackt. Somit kamen die freiwilligen Helfer auf circa 105 Geschenke, die der Organisator, die Ahmadiyya Muslim Jamaat Hamburg, in Geschenktüten für Kinder im Alter von 0 bis 16 Jahren verpackte.
Es nahmen an der Sammelaktion über 45 Helfer teil. Außerdem wurden Spenden in Höhe von 236 Euro eingenommen, von denen weitere Geschenke gekauft und der Restbetrag der Hilfsorganisation Humanity First gespendet wurde.

Die Ahmadiyya konnte im Flüchtlingsheim in der Pinneberger Straße über 105 Geschenke an Kinder verteilen, wodurch den Familien das Gefühl gegeben wurde, dass sie sich in Deutschland heimisch und angekommen fühlen. Vor allem konnte man durch persönliche Gespräche erkennen, wie wichtig ihnen dieses Fest ist, welches traditionell mit der Familie gefeiert wird, an dem Geschenke vergeben werden- ähnlich dem Weihnachten für Christen. Bei der Verteilung beteiligten sich 8 freiwillige Helfer.

Ähnliche Spendenaktionen für Flüchtlingskinder im Rahmen des islamischen Opferfestes wurden von der Ahmadiyya Gemeinde in anderen Städten um Hamburg, wie Buxtehude, Lüneburg, Stade etc. durchgeführt.

Mitglieder der Ahmadiyya Gemeinde wurden und werden noch immer in Ihrer Heimat, wie Pakistan, Indien, Bangladesch etc. religiös diskriminiert und politisch verfolgt, weswegen viele Ahmadis aus ihrer Heimat flüchten mussten und in Ländern, wie Großbritannien, Deutschland, Canada, USA etc. eine neue Heimat fanden, in der sie ihre Religion frei ausüben konnten.
Aus diesem religiösen und persönlichen Hintergrund sieht sich die Ahmadiyya umso mehr in der Verantwortung ihren Beitrag an der Gesellschaft zu leisten, um das friedliche Miteinander zu fördern.


Zum Veranstalter:

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat wurde im Jahre 1889 in Qadian, Indien von Mirza Ghulam Ahmad gegründet, der den Anspruch erhob, der von anhezu allen Religionen erwartete verheißene Messias und Mahdi zu sein. Nach seinem Ableben im Jahre 1908 wurde die Ahmadiyya Gemeinde von gewählten Nachfolgern des Messias- auch Kalif genannt, geleitet. Nach dem Verständnis der Ahmadiyya ist der Kalif ein rein geistliches Oberhaupt. Heute wird die Gemeinde durch seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad geleitet, welcher der fünfte Kalif der Ahmadiyya Muslim Jamaat ist.
Seine Überzeugung als religiöser Führer ist, dass der Glaube an Gott logischerweise impliziert, dass man auch mit der Schöpfung Gottes gut umgehen muss.

Die deutsche Gemeinde wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1949 gegründet. Bereits 1954 wurde von der Religionsgemeinschaft eine deutsche Übersetzung des Heiligen Koran herausgegeben und im Jahre 1957 die Fazle Omar Moschee in Hamburg- Eimsbüttel als die erste deutsche Moschee der Nachkriegszeit gebaut. Die deutsche Gemeinde zählt circa 40.000 Mitglieder.

Neben der aktuellen Spendenaktion für Flüchtlingskinder organisiert die Ahamdiyya Gemeinde auch weitere Aktivitäten, wie Interreligiöse Dialoge, Altenheimbesuche, Blutspendeaktionen, Wohltätigkeitsläufe, Reinigungsaktionen zum Neujahr oder die sogenannte Flyeraktion, mit dem Motto „Muslime für Frieden, Freiheit und Loyalität“, bei der vor allem die Jugendorganisation der Ahmadiyya deutschlandweit Flyer verteilt, um die Vorurteile und Ängste zum Islam abzubauen, um aufzuklären und um das friedvolle Miteinander in der Gesellschaft zu fördern.

Darüber hinaus engagieren sich Mitglieder der Ahmadiyya Gemeinde durch die Schwesterorganisation Humanity First, die als internationale Hilfsorganisation sowohl bei den Vereinten Nationen, wie in inzwischen mehr als 37 Ländern registriert und derzeit aktiv in über 50 Länder arbeitet. Sie baut Krankenhäuser und Schulen in Staaten der Dritten Welt und beschäftigt eigene Mitglieder die dort ehrenamtlich als Lehrer, Ärzte, Ingenieure und Architekten arbeiten, um so der Menschheit zu dienen- unabhängig von Herkunfts- Religions- oder Volkszugehörigkeit.
Mitgefühl mit der Schöpfung Gottes - ein wichtiger Grundsatz der Organisation.
Auch in Deutschland ist Humanity First aktiv und hat bereits bei der Jahrhundertflut im Osten unseres Landes oder den schweren Schneeeinbrüchen in Süddeutschland tatkräftig geholfen.

www.ahmadiyya.de
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