Saga erhöht Mieten – „Preistreiberei“?

Sie blicken mit gemischten Gefühlen auf die bevorstehende Mieterhöhung der Saga/GWG: Sandra Ebert, Naim Kilic und Ehefrau Stephanie (v. l.). Foto: da
Hamburg: Osdorfer Born |

Das Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen“ kündigt Aktionen an

Das Wohnungsunternehmen Saga/GWG kündigt an, in diesem Jahr die Mieten zu erhöhen –allerdings weniger stark als hamburgweit derzeit üblich. Das Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen“ brandmarkt die Erhöhung gleichwohl als „Preistreiberei“. Angesichts sinkender Reallöhne, die besonders untere Einkommenschichten betroffen haben, „können auch schon kleine Mieterhöhungen schwere Auswirkungen für viele Haushalte haben“, so der Zusammenschluss verschiedener Initiativen. Auch im Osdorfer Born regt sich Unmut.
„Mieten werden erhöht, aber es wird nicht saniert“, kritisiert Sandra Ebert. „Hier ist alles Grau in Grau“, fährt die Anwohnerin vom Achtern Born fort. Nachbar Naim Kilic betont: „Alles wird teurer, ich habe kein Geld für eine Mieterhöhung.“ Ehefrau Stephanie zeigt jedoch Verständis für die Saga/GWG: „Es ist normal, dass die Miete auch mal steigt.“
Tatsächlich ist hamburgweit der Mietenspiegel für das Jahr 2011 um 5,8 Prozent gestiegen – gegenüber 2009 sind die Mieten bei Neuvermietungen also um durchschnittlich fast sechs Prozent gestiegen. Zudem erinnert das Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen“: Nachdem der Mietenspiegel vor zwei Jahren veröffentlicht wurde, sprang die Saga/GWG aufs Trittbett – sie erhöhte kurz darauf ebenfalls die Mieten.
Petra Paul von „Mietenwahnsinn stoppen“ kritisiert auch die jetzige Mietsteigerung durch die Saga/GWG: „Jede Mieterhöhung fießt in den nächsten Mietenspiegel mit ein und ermöglicht so weitere Mieterhöhungen.“
Das Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen“ kündigt „Aktionen“ an, um gegen die Saga-GWG-Preispolitik vorzugehen: „Wir werden es nicht hinnehmen dass ein städtisches Wohnungsbauunternehmen weiter die Preise nach oben treibt und immer mehr Menschen in die soziale Ausgrenzung getrieben werden.“ Und: „Wir werden bei den Verantwortlichen Druck machen.“
Auf Wochenblatt-Anfrage lag von der Saga/GWG bis Redaktionsschluss noch keine Stellungnahme vor.
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Karsten Strasser aus Altona | 12.01.2012 | 16:14  
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