Osdorfer Born: Fortschritt und Frust

Gerhard Sadler (2. v. l.) gestaltete als Verkehrsexperte vor Ort das Handeln der Verkehrs AG am Osdorfer Born maßgeblich mit. Er trat „aus persönlichen Gründen zurück“, die AG löste sich auf. Foto: fh
Hamburg: Borner Runde |

Arbeiten für das Bürgerhaus Bornheide schreiten voran, Verkehrs AG hat sich aufgelöst

von Frauke Heiderhoff

Die Arbeiten am Bürgerhaus schreiten zügig voran. Bauarbeiter haben Laubengänge gerodet, um ein Gerüst zu errichten. Landschaftsarchitekten sind bereits dabei, Entwürfe für den Bürgerpark Bornheide zu erstellen. Doch wie gestalten beauftragte Architekten vorhandene Freiräume? Bauplaner präsentieren ihre Ideen im Zuge einer Ausstellung noch bis Donnerstag, 5. April, im Born Center, Kroonhorst 9d.
Während der Ausstellung erhalten Bürger die Chance, Lösungsskizzen schriftlich zu bewerten und Anregungen zu geben (siehe Info-Kasten). Eine Jury sichtet eingegangene Vorschläge am Dienstag, 17. April. Mitglieder der Bewertungskommission sind unter anderem Bezirksamt, Bürgervertreter und Politiker.
Doch auch wenn die Arbeiten zügig voranschreiten, mehren sich unzufriedene Stimmen im Born. So hat sich die Verkehrs AG der Borner Runde aufgelöst. Engagierte Mitglieder der AG wie Maria Meier-Hjertqvist und Gerhard Sadler zeigten sich enttäuscht über ausbleibende Reaktionen von Behörden und Politik auf „innovative Vorschläge“.
„Eine ehrenamtliche Tätigkeit kann nicht zum 24-Stunden-Job werden“, sagt Maria Meier-Hjertqvist. Viele Projekte befänden sich „seit Jahren in der Pipeline“. Wie die anderen Mitglieder der AG fühlt sie sich als „erfolglos im Laufrad drehender Hamster“.
Kerstin Godenschwege, Sprecherin des Bezirksamtes Altona, bedauerte die Enttäuschung vieler Mitglieder der Borner Runde: „Das Bezirksamt bringt den Ehrenamtlichen eine große Wertschätzung entgegen und versucht, sie nach Kräften weiter zu unterstützen.“ Viele Projekte könnten ohne die Aktiven vor Ort nicht realisiert werden. Ihr Wunsch: Dass sich das Engagement „vor Ort weiter durchsetzt und sogar ausgebaut wird“.
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