Neue Kraft für den Osdorfer Born

Wunschlos glücklich? Offenbar nicht. Borner konnten während einer Info-Veranstaltung zur integrierten Stadtteilentwicklung ihre Vorschläge an eine Pinnwand heften. Foto: rs
Hamburg: Maria-Magdalenen-Kirche |

Stadtentwicklungsprogramm RISEsoll das Quartier fördern

Reinhard Schwarz,
Osdorfer Born
Spielplatz Born Park“, „Kiosk Schacksee“, „Eisladen“, „Radwegekonzept Osdorfer Born“ – das sind nur einige Stichpunkte aus einer ganzen Reihe von Wünschen und Vorschlägen, die Borner am Ende einer Info-Veranstaltung auf zwei Pinnwände hefteten. „Mit RISE geht’s aufwärts im Osdorfer Born“: Unter diesem Slogan hatte das Bezirksamt Altona zur Veranstaltung in die Maria-Magdalena-Kirchengemeinde eingeladen. RISE? Das bedeutet „Rahmenprogramm integrierte Stadtteilentwicklung“ und wird vom Senat
finanziert.
Das Ziel von RISE erläuterten auf der Info-Veranstaltung Diplom-Geografin Carolin Wandzik vom Stadtplanungsbüro Gewos: Es gehe darum, die 1999 begonnene und 2007 beendete Soziale Stadteilentwicklung, die später in Aktive Stadtteilentwicklung umbenannt wurde, im Osdorfer Born wieder aufzunehmen.
Die Gründe für den neuen Anlauf nennt eine im Auftrag des Senats erstellte Untersuchung. Laut Analyse bestehen die Probleme, die 1999 zur Sozialen Stadtteilentwicklung führten, immer noch: Ein hoher Anteil von Erwerbslosen, ein hoher Prozentsatz von jungen Menschen bis 25 Jahren, die auf staatliche Hilfen angewiesen sind. Weiterhin leben hier überdurchschnittlich viele Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion sowie Menschen mit ausländischem Hintergrund.
Zunächst müsse „für den Senat eine Problem- und Potenzialanalyse erstellt werden“, erklärte Carolin Wandzik. Erst dann würden die benötigten Mittel für das Projekt fließen. Geplant sei etwa eine Bürgerwerkstatt zum Mitmachen sowie besondere Gruppen für Jugendliche und Menschen mit ausländischen Wurzeln. Zudem gibt es einen Beirat, der bereits einmal getagt hat.
Aus Sicht von Maria Meyer-Hjertqvist, Sprecherin der Borner Runde, komme es bei der Neuauflage des Programms darauf an, die Mitwirkung der Stadtteilbewohner auf „solidere und stabilere Füße zu stellen“. Meyer-Hjertqvist: „Wir haben beim
ersten Programm nicht das Handwerkszeug bekommen, um vernünftig und stabil als Ehrenamtliche arbeiten zu können.“ Die Borner Runde werde „weiterhin das Beteiligungsgremium sein, in dem die Bürger ihre Anliegen vorbringen können“. Auch das Stadtteilbüro werde weitergeführt.
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