Gemälde eines Wunderknaben

Selbstbewusst schaut Conrad Felixmüller in die Welt, während sich eine Frau an ihn schmiegt. Das „Selbstbildnis mit Frau“ malte er im Jahre 1927. Damals war der Ausnahmekünstler 30 Jahre alt. Foto:  horst kolberg/artothek

Im Barlach Haus werden Werke von Conrad Felixmüller gezeigt

Karin Istel. Er war gerade einmal 15 Jahre alt, als er zum Studium an der Königlichen Kunstakademie in Dresden aufgenommen wurde: Conrad Felixmüller. Unter dem Motto „Glückseligkeit und Kampfesmut“ werden jetzt ab Sonntag, 13. Oktober, rund 80 Werke dieses bekannten und erfolgreichen Nachwuchskünstlers der 1910 und 20er Jahre gezeigt.
Den farbenfrohen Gemälden sieht man die Lebenslust von Conrad Felixmüller an. Ob ein in bunten Farben gemaltes, sich küssendes Liebespaar im Regen oder der in Blautönen gehaltene Stahlarbeiter: Seine kubistisch geprägten Arbeiten bis 1919, sein spätexpressionistisches Werk der frühen 1920er Jahre und die anschließende sachlich-realistische Phase zeigen Felixmüllers außergewöhnliches Talent in allen malerischen und grafischen Techniken.
Felixmüller schuf vor allem – ohne sich dabei auf einen bestimmten Stil festzulegen – Selbst- und Familienbildnisse, Porträts von Freunden, Weggefährten und Künstlerkollegen sowie Arbeiterdarstellungen und politisch motivierte Werke.
In der Ausstellung werden auch selten gezeigte Stücke zu sehen sein, zu denen unter anderem zwei Eichenholzreliefs zählen. Die rund 80 präsentierten Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken stammen aus bedeutenden privaten und öfentlichen Sammlungen, unter anderem den Kunstsammlungen Chemnitz–Museum Gunzenhauser, dem Lindenau-Museum Altenburg, dem Deutschen Historischen Museum Berlin und dem Museum Kunstpalast in Düsseldorf.
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