Falschparker gefährden Menschenleben

Alles steht am Immenbusch: Ausgerechnet an den höchsten Wohnblöcken gab es am Donnerstag kein Durchkommen für die Feuerwehr. Foto: mars
Hamburg: Immenbusch |

Polizei und Feuerwehr auf Kontrollfahrt – Knöllchen und Abschlepp-Aktionen

von Marcus Schmidt

Donnerstag, vergangene Woche, 20.46 Uhr: Zwei Feuerwehrwagen biegen vom Rugenbarg in die Bornheide ein. Sie werden von Beamten des Polizeikommissariats 26 Blomkamp begleitet. Als Ziel der gemeinsamen Kontrollfahrt nennt Hauptkommissar Hajo Heidenreich: „Die korrekte Durchfahrt im Wohnbereich sicherstellen – im Notfall rettet dies Menschenleben.“ Schon im Achtern Born stockt die Kolonne: Mehrere Autofahrer haben ihre Wagen so abgestellt, dass die Lebensretter nur langsam durchkommen.
Auch in folgenden Straßen, in Wendekehren der Hochhäuser und in Seitengassen passiert immer wieder das Gleiche: Feuerwehrleute bremsen ihre Fahrzeuge, danach verteilt die Polizei Knöllchen. Einigen Autos droht das Abschleppen.
Die Polizisten rufen alle „Schlepp-Kandidaten“ an, geben ihnen eine Chance zum Umparken. Immerhin drohen ihnen etwa 25 Euro. Zusätzlich stehen circa 190 Euro für den Schlepp-Service ins Haus.
Um 21.59 Uhr wird es am Immenbusch richtig eng: Eine Mercedes-Limousine steht in der Zufahrt zu einem Wohnblock. Kein längeres Fahrzeug schafft es, in die Straße einzubiegen. Dort, wo Rettungsleitern besonders notwendig sind. Nicht einmal das Abschlepp-Vehikel hat hier genug Platz. Um 22.16 Uhr kommt ihm sein Kollege zur Hilfe. Der hebte den Wagen per Kran hoch – und verschwindet mit ihm im Laternlicht.
Stadtteilpolizist Hajo Heidenreich organisiert diese Kontrolle in Alt-Osdorf und dem Osdorfer Born. Er appelliert: „Bitte parken Sie umsichtig – niemals in Feuerwehrzufahrten und Halteverboten.“ Feuerwehrmann Bockelmann leitet die Probefahrt für die Wache 14: „Wir sind mit einem Löschfahrzeug und einer Drehleiter unterwegs – je 2,50 Meter plus Spiegel breit “.
Um 22.05 Uhr zieht Einsatzleiter Hajo Heidenreich eine erste Bilanz: „Wir haben 45 Knöllchen verteilt, einen Wagen abgeschleppt, eine Abschlepp-Aktion abgebrochen.“
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