Die Naturidylle vor der Haustür braucht Hilfe!

Der Frosch hat im Flaßbargmoor seine Heimat gefunden. Auch weitere Tiere wie Sing- oder Greifvögel sowie vom Aussterben bedrohte Pflanzen tummeln sich in dem 4,8 Hektar großen Gebiet. Foto: Gielen
 
Kleines Paradies und Heimat für Kröten, Bussarde und auch so manches Reh: Das Flaßbargmoor in Lurup. Der „Verein zur Erhaltung des Flaßbargmoores“ sucht Naturliebhaber, die mithelfen, dieses Kleinod, das vor 4.000 Jahren aus einem eiszeitlichen Schmelzwassersee entstand, zu pflegen. Foto: Gielen
Hamburg: Flaßbargmoor | Maren Langenbach, Lurup

Amseln, Finken und Meisen zwitschern, irgendwo scheint ein Goldhähnchen zu rufen, Stockenten und Teichrallen schwimmen ihre Runden, und weiter hinten stattet ein Graureiher der ursprünglichen Landschaft einen Besuch ab: das Flaßbargmoor, als Rest der früher ausgedehnten Osdorfer und Luruper Moore ist noch heute lebendig. In Lurup, eingebettet zwischen den Straßen Böttcherkamp und Flassbarg, bietet das sogenannte nährstoffarme Niedermoor vielen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum.
Moorfrösche und Morcheln laichen in den Tümpeln, ab und an streifen Rehe durch den Wald inmitten des Moores. Und damit dieses kleine Paradies erhalten bleibt, kümmert sich der „Verein zur Erhaltung des Flassbargmoores“ seit über drei Jahrzehnten um das 4,8 Hektar große Gebiet, das vor über 4.000 Jahren aus einem eiszeitlichen Schmelzwassersee entstanden ist.

„Moorschützer“ schneiden die Teiche frei

Einer der „Moorschützer“ ist Reinhard Gielen. Er und seine Vereinskollegen schneiden etwa die Zugangswege und Teiche frei, damit Spaziergänger oder Familien mit Kindern das Moor ungehindert genießen können. „Und damit die heimischen Pflanzen und Tiere hier weiter gedeihen und nicht durch Brombeeren oder Neophyten – also Pflanzen, die hier nicht heimisch sind – überwuchert werden“, erläutert der 66-Jährige.
„In den Tümpeln, die hier aus den ehemaligen Bomben-trichtern nach dem Krieg entstanden sind, lernten die damaligen Luruper Kinder schwimmen. Heute sind die Tümpel des Flaßbargmoores idealer Lebensraum für Amphibien und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind. Es ist wichtig, dieses Stück Natur zu erhalten, auch und vor allem für die nachfolgenden Generationen.“
Die Forderung des Ehrenamtlers und seiner Mitstreiter: „Das Flaßbargmoor muss als letztes natürliches Zeugnis der nacheiszeitlichen Landschaft im Hamburger Westen erhalten bleiben. Es muss als Naturdenkmal jetzt unter bestmöglichem Schutz gestellt werden!“

Wer möchte bei der Moorpflege helfen?

Der „Verein zur Erhaltung des Flaßbargmoores“ wird sich aus Altersgründen in der nächsten Zeit auflösen. Die Pflege des Moores wird dann der Naturschutzbund (Nabu) Hamburg, Stadtteilgruppe Düpenautal/ Osdorfer Feldmark, übernehmen, die bereits die Vereinsmitglieder unterstützt. Die Gruppe setzt sich dafür ein, dass der von der Stadt Hamburg geplante Weg durch das Moor um das Gebiet herum geführt wird. So könne sich das Restmoor ungehindert weiter entwi-ckeln.
Der Verein plant das Freischneiden von Zugangswegen und Teichen im Flaßbargmoor und freut sich über jede helfende Hand. Auch für Kinder ist die Aktion geeignet.
Termine: Jeweils Sonnabend, 27. August, 29. Oktober, 26. November und 17. Dezember, immer von 10 bis 14 Uhr. Treffpunkt: Tor Böttcherkamp 172. Bitte Verpflegung, Arbeitshandschuhe und Gummistiefel mitbringen. Bei Dauerregen findet die Aktion nicht statt. Mehr unter
Flassbargmoor@web.de

Wer möchte bei der Moorpflege helfen?

Der „Verein zur Erhaltung des Flaßbargmoores“ wird sich aus Altersgründen in der nächsten Zeit auflösen. Die Pflege des Moores wird dann der Naturschutzbund (Nabu) Hamburg, Stadtteilgruppe Düpenautal/ Osdorfer Feldmark, übernehmen, die bereits die Vereinsmitglieder unterstützt. Die Gruppe setzt sich dafür ein, dass der von der Stadt Hamburg geplante Weg durch das Moor um das Gebiet herum geführt wird. So könne sich das Restmoor ungehindert weiter entwi-ckeln.
Der Verein plant das Freischneiden von Zugangswegen und Teichen im Flaßbargmoor und freut sich über jede helfende Hand. Auch für Kinder ist die Aktion geeignet.
Termine: Jeweils Sonnabend, 27. August, 29. Oktober, 26. November und 17. Dezember, immer von 10 bis 14 Uhr. Treffpunkt: Tor Böttcherkamp 172. Bitte Verpflegung, Arbeitshandschuhe und Gummistiefel mitbringen. Bei Dauerregen findet die Aktion nicht statt. Mehr unter
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