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Hamburg: Osdorfer Born |

Quartiersbeirat fordert schnellere Busse und Vorrang bei U-Bahnbau

von Thomas Pöhlsen

Der Öffentliche Personennahverkehr zum und vom Osdorfer Born muss verbessert werden, ist man sich in der Borner Runde einig. Während der Sitzung des Stadtteilbeirates berichtete Gerhard Sadler von der Verkehrs-AG von Treffen, die der Anfang von Verbesserungen sein könnten.
Im Verlauf der regelmäßigen Treffen mit den Quartierskonferenzen anderer Großsiedlungen habe sich herausgestellt, dass die Verkehrsprobleme im Osdorfer Born und in Steilshoop ganz ähnlich gelagert sind, erklärte Gerhad Sadler. Beide Stadtteile sind immer noch nicht vernünftig angebunden. Aus der Sicht der Borner und der Steilshooper muss eine U-Bahnanbindung ihrer Quartiere Vorrang vor einer Verlängerung der U4 in die Hafen-City haben. „Das werden wir zukünftig allen unseren Forderungen voranstellen“, so der Borner.
Um auf die Probleme in Hamburgs Bahnen und Bussen aufmerksam zu machen, haben die Steilshooper die Website wwwzuvoll.de initiiert. Gerhard Sadler rief die Bürger auf, dort Eintragungen zu machen.
Positiv sieht er den Verlauf eines Treffens mit SPD-Politikern aus der Bürgerschafts- und der Bezirksversammlungsfraktion, angeführt von der verkehrspolitischen Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Martina Koeppen. Die Verkehrs-AG vermittelte, wie wichtig sie einen Expressbus in die Innenstadt erachtet, damit die Borner endlich in einem zeitlich vertretbaren Rahmen in die City fahren können. Vorrangschaltungen an den Ampeln für Busse, vernünftige Taktzeiten, Bussonderspuren und mehr Fahrgastinformationstafeln an den Haltestellen seien ebenfalls nötig.
Als merkwürdig erachten es die ehrenamtlichen Verkehrsplaner, dass viele Buslinien Umwege fahren, um auch noch abseits gelegene Bereiche mitzunehmen. Sadler: „Wir sind der vielleicht naiven Annahme, dass Bürger schnell von A nach B kommen sollten.“
„Sehr gute Anregungen“ habe sie mitgenommen, erklärt Martina Koeppen auf Wochenblatt-Anfrage. „Bürger kennen die Gegebenheiten vor Ort besser“, so die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete. Da die Vorschläge sehr viele Details beinhalten, werde sie diese prüfen. Und: Martina Koeppen hat die Borner Informationen an den HVV weitergegeben.
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