Busbeschleunigung

Hamburg: Bornheide | Busbeschleunigung in Osdorf – Ja oder Nein?


Am 20.08.2012 fand in der Schule Barlsheide eine öffentliche Anhörung imVerkehrsausschuss der Bezirksversammlung Altona zum Thema Busbeschleunigung statt. Nach Eingangsreferaten zur Qualitätsverbesserung des ÖPNV durch Vertreter der beteiligten Behörden, Busunternehmen und des HVV ging es natürlich um die Bornheide, die von den Linien 3, 37 und 21 befahren wird. In einem Artikel des Elbe Wochenblatts vom 14.08.2012 mit dem Titel „Vierspurig durch die Bornheide – nie!“ seien die Borner über eine gesonderte Busspur in der Bornheide „erzürnt“, allen voran die Borner Runde. Ich frage mich, warum man sich über ungelegte Eier aufregt. Henrik Strate hat es wieder zurecht gerückt. In der Planung gab es noch keinen einzigen Bleistiftstrich. Ich persönlich sehe auch keinen Sinn in einer Busspur,da diese in der Bornheide für die Fahrtzeit keinen Gewinn bringt. Aber die Bornheide ist ja nicht die einzige Straße, die die Line 3 befährt und Busbeschleunigung reduziert sich nicht auf Busspuren, es wird ein ganzes Bündel von Maßnahmen in die Planung eingehen müssen, die in ihrer Gesamtheit sich äußerst komplex darstellen. Wer die Anhörung aufmerksam verfolgt hat, wird diesen Eindruck sicherlich mit nach Hause genommen haben. Ich finde es gut und richtig, dass die Borner Runde die Geschehnisse aufmerksam verfolgt und sich auch zu Wort meldet. Also, es ist noch lange nicht aller Tage Abend. Die Planung des Ausbauziels A, in dem u.A. die Linie 3 enthalten ist und 2016 abgeschlossen sein soll, beginnt also nun.

Ich habe aber das Gefühl, dass wir Borner uns entscheiden werden müssen, entweder Verkehrskonzept der Borner Runde, das einer Verkehrsberuhigung gleich kommt, also einer Busbeschleunigung eher entgegenwirkt oder eben die Busbeschleunigung. Es geht nicht, dass Qualitätsverbesserungen, die für eine Buslinie an anderen Stellen durchgeführt wurden, im Born durch gegenteilige Maßnahmen wieder zunichte gemacht werden. Ich möchte diesbezüglich auf die gemeinsame Nutzungsfläche (im Konzept hochtrabend „Shared Folder“ genannt) in Höhe des Born Centers verweisen,im Bezug auf Busbeschleunigung untragbar.

Weiterhin kam in der Anhörung auch mal wieder das Thema Stadtbahn. In meinen Augen absolut unnötig. Um es klar zu sagen, die Stadtbahn ist zu teuer, hat auch in der Bevölkerung zu wenig Rückhalt. Warum zu wenig Rückhalt ? Weil der so genannte kleine Mann rechnen kann und den Nutzen nicht sehen kann. Punkt!

Ein weiterer Punkt war: Bessere Taktzeiten in den Abendstunden aus der Stadt Richtung Schenefelder Platz, aber auch bis Schenefelder Platz und nicht Ende an der Trabrennbahn, ähnliches gilt für die Linie 2 Richtung Schenefelder Platz.

Noch ein paar Worte zum Konzept der Borner Runde. Meines Erachtens ist dieses Konzept nicht realisierbar. Es wird zu teuer, auch Teile davon bringen nichts. Das Motto auf dem Titelblatt entspricht nicht der Realität. Ich glaube nicht, dass dies die Meinung der Mehrheit ist. Ebenso ist dieser Spruch total daneben. Ich möchte sogar soweit gehen zu sagen, dass Sie mit Titel und Bild mit den Opfern an der an der Berliner Mauer doch sehr unsensibel umgehen. Also ersetzen Sie es doch bitte durch ein besseres Titelblatt. Um bei Ihren Worten zu bleiben, dieses Titelblatt muss weg! Noch etwas , nicht gleich beleidigt sein. Es gibt ganz einfach Dinge, die solltte man besser unterlassen. Sie wollen doch nicht Ihre gute Arbeit, die von Ihnen geleistet wurde, durch so etwas selbst schmälern.
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