Bürgerhaus, Park und Piazza

Vor dem Hauptgebäude des Bürgerhauses Bornheide erstreckt sich ein rund 1.000 Quadratmeter großer Platz mit einem fast ebenerdigen Brunnen. An die Piazza grenzen Bäume, die Schatten spenden, sowie Wiesen, die zum Verweilen einladen. Grafik: MSB Landschaftsarchitekten.
 
Geschwungene Wege verbinden die verschiedenen Gebäude des Bürgerhauses Bornheide. Vorn links: Das Zirkuszelt von Abrax Kadabrax bleibt an seinem jetzigen Standort. Grafik: MSB Landschaftsarchitekten
Hamburg: Bürgerhaus Bornheide |

Jury entscheidet sich für vielfältig nutzbaren Bürgerpark an der Bornheide

René Dan, Osdorfer Born

Das künftige Bürgerhaus Bornheide bekommt einen Bürgerpark, der für viele Zwecke genutzt werden kann. Eine Jury, der unter anderem Vertreter des Bezirksamtes, der Stadtentwick- lungsbehörde und Anwohnern angehören, hat einem entsprechenden Architekten-Konzept den Zuschlag gegeben. Bis Mitte 2013 soll die Freifläche umgestaltet werden. Die Gesamtinvestition hierfür liegt bei 1,4 Millionen Euro. Der Umbau der Gebäude der ehemaligen Schule Barlsheide zum Bürgerhaus wird rund 4.1 Millionen Euro kosten.
Gleichzeitig mit dem Beschluss über das Freiflächenkonzept liegt jetzt auch das Grundlagenkonzept für das Bürgerhaus vor. „Zwei Meilensteine sind geschafft“, freut sich Bezirksamts-Pressesprecherin Kerstin Godenschwege.
Das beschlossene Freiflächenkonzept hat das Hamburger Landschaftsplanungsbüro MSB ausgearbeitet. „Wir wollen das Gelände möglichst offen und übersichtlich gestalten“, erklärt Landschaftsarchitektin Brunhilde Bontrup. Das Zirkuszelt des Mitmach-Zirkus’ Abrax Kadabrax bleibt als Blickfang auf der Wiese. Daran grenzt ein großer Platz mit Brunnen. Die fast ebenerdige Wasserquelle wird 16 mal 16 Meter messen und von Plasterstein-Belag umgeben sein. Der 1.000 Quadratmeter-Platz wird im Osten von zehn Bäumen begrenzt, die im Sommer Schatten spenden sollen ­– Piazza-Atmos-phäre im Osdorfer Born.
An die Piazza grenzt im Süden eine Wiese, „die von den Menschen mit benutzt werden kann – schließlich handelt es sich um einen Bürgerpark“, erläutert Bontrup. Auf der Wiese wiederum werden Obstbäume, beispielsweise Kirsche, Apfel und Pflaume, gepflanzt. Und in einem „Bürgergarten“ können Borner Blumen oder Gemüse hegen und pflegen.
Das Hauptgebäude des Bürgerhauses Bornheide wie auch die Pavillons werden durch geschwungene Wege verbunden: „Sie sollen das Gelände auflockern und übersichtlich machen“, erklärt Brunhilde Bontrup. Ein zentrales Ziel des Freiflächenkonzeptes, so die Landschaftsarchitektin, bestehe darin, „vielfältige Nutzungen zu ermöglichen – in erster Linie ist es aber ein Treffpunkt der Anwohner“. Maria Meier-Hjertqvist, Vertreterin der Borner Runde, ist angetan: „Das Konzept lässt viele Ausgestaltungsmöglichkeiten zu.“

Grundlagenkonzept mit Leitbild
Am Grundlagenkonzept für das Bürgerhaus Bornheide haben mehrere Institutionen rund ein Jahr mitgearbeitet: der Stadtteilbeirat Borner Runde, das Bezirksamt Altona, der Träger des Bürgerhauses, das Diakonische Werk Hamburg-West/Südholstein, die Stadtentwicklungsgesellschaft sowie die künftigen Bürgerhaus-Einrichtungen wie die Vereinigung Pestalozzi. Das rund 60-seitige Konzept schildert unter anderem das Leitbild, die Aufgaben, die Handlungsschwerpunkte und ein Raumkonzept.
Grundsätzlich betont das Konzept die Offenheit des Bürgerhauses für Menschen verschiedener Herkunft. So heißt es die Präambel: „Das Bürgerhaus Bornheide ist eine Begegnungsstätte für bürgerschaftliches Engagement, für kulturelle Aktivitäten und für Beratungs- und Bildungsangebote. Das Bürgerhaus steht für Gemeinschaftssinn ebenso wie für die Wertschätzung individueller Unterschiede.“ Weiter heißt es zu Beginn des Grundsatzpapiers: „Jeder Mensch ist hier herzlich willkommen! Das Bürgerhaus ist das ‘Wohnzimmer’ des Osdorfer Borns, wo die Bewohner sich auch auf Gäste von außerhalb freuen.“ da
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