Bornheide als „Gemeinschaftsstraße“?

Laut dem achtseitigen Verkehrskonzept der Verkehrs-AG soll die Bornheide vor dem Born Center in eine „Gemeinschaftsstraße“ umgestaltet werden. Foto: tp
Hamburg: Osdorfer Born |

Quartiersbeirat macht sich für Verbesserungen stark

von Thomas Pöhlsen

War die Bornheide anfangs eine vierspurige Strecke für Menschen, die gerne in ihrem Auto Gas geben, so hat es in den vergangenen Jahrzehnten einige Veränderungen gegeben. Manche Verbesserung hat sich ins Gegenteil verkehrt, wie Gerhard Sadler während der jüngsten Sitzung der Borner Runde erläuterte. Wenn etwa ein Linienbus zur Haltestelle am Born Center kommt, ist die Ampel für ihn immer Grün. Doch wer gerade aus der Einkaufspassage kommt und seinen Bus noch bekommen will, muss bei Rot über die Straße laufen.
Die rot-grüne Koalition in der Bezirksversammlung möchte die Hauptverkehrsader durch den Born jetzt sicherer und bürgerfreundlicher machen. Der Verkehrs-AG der Borner Runde wiederum schwebt vor, das Zentrum der Bornheide – also zwischen Achtern Born und Kroonhorst –zur „Gemeinschaftsstraße zu machen, auch „Shared Space“ genannt. Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger sind gleichberechtigt. Auf Ampeln, Verkehrszeichen und Fahrbahnmarkierungen wird weitestgehend verzichtet. Es gelten nur die Vorfahrtsregeln.
Außerhalb des Abschnitts der Gemeinschaftsstraße erwarten die Freizeitplaner eine Beruhigung des Straßenverkehrs und mehr Sicherheit für Fußgänger auch durch die Schaffung von Kreisverkehren: am Böttcherkamp, am Immenbusch sowie an den südlichen Zufahrten von Achtern Born und Brandstücken. Der Quartiersbeirat will die Verkehrsführung auf der Bornheide verändern: neben einer zweispurigen Straße für den Durchgangsverkehr sollen noch eine verkehrsberuhigte Fläche als „Flaniermeile“, so Gerhard Sadler, sowie für parkende Autos bleiben. Tempo 30 wird abgelehnt.
Das Verkehrskonzept ist an Behörden, Parteien und weitere Interessenvertreter verschickt worden. Die Borner werden sich gedulden müssen: Die Beschäftigung damit dürfte einen „Großteil des nächsten Jahres“ in Anspruch nehmen, so Bezirkspressesprecher Nils Fischer.
Interessant ist aus der Sicht des Bezirksamtes der Vorschlag einer Gemeinschaftsstraße. Fischer verweist auf die Erfahrungen, die bei der Neuplanung für die Bahrenfelder Straße in Ottensen gemacht wurden. Das Vorhaben wurde nach starkem Widerstand der Gewerbetreibenden fallen gelassen.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.