Anwohner werden zur Kasse gebeten

Der Bürgersteig ist eine einzige Stolperfalle. Fotos: ch

Der Rissener Sandmoorweg wird erstmals fertig gestellt

Karin Istel. Die Straße wird zwar schon seit Jahrzehnten genutzt, doch fertiggestellt ist sie aus Sicht der Stadt noch lange nicht. Jetzt soll der Sandmoorweg zwischen Rheingoldweg und Wes-penstieg zum ersten Mal endgültig hergestellt werden – und die Anwohner dürfen zahlen.
Der Sandmoorweg schlängelt sich am Waldrand entlang, die Fahrbahn ist uneben und voller Schlaglöcher, und nur ab und an spendet eine Straßenlaterne Licht. Einen befestigten Bürgersteig gibt es auch nicht. Das soll sich jetzt nach dem Willen der Stadt ändern: Die Straße soll auf 1,5 Kilometer ausgebaut werden.
So soll die Fahrbahn hergerichtet werden. Anwohner wünschten sich einen „Minikreisel“ an der Einmündung zum Rheingoldweg. Doch das schmetterte die Tiefbauabteilung im Bezirksamt Altona ab. Die Straße sei dafür zu schmal. Ebenfalls lehnt das Bezirksamt so genannte „Kissen“ zur Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Fahrbahn ab. Sie würden Rettungsfahrzeuge behindern.
Im Zuge der Baumaßnahmen soll der Rheingoldweg Fahrradstraße werden. Die Zufahrt wäre dann nur noch für Anlieger frei. Für den Durchgangsverkehr von und nach Schleswig-Holstein wäre er dann als Schleichweg verboten.
Die Bürgersteige im Sandmoorweg sollen hergerichtet, mehrere Straßenlampen aufgestellt und ein Graben zur Entwässerung der Straße gebaut werden. Zwischen Grot Sahl bis Rüdigerau wird ein zweiter Gehweg gebaut. Die Fahrbahnbreite von 5.50 Meter bleibt.
Radwege und Parkplätze wird es im Sandmoorweg laut Bezirksamt keine neuen geben, da hier ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern gilt.
Die Anwohner können sich jetzt schon mal mit dem Gedanken anfreunden, ihr Sparschwein schlachten zu müssen. „Die Anlieger tragen 90 Prozent der Kos-ten, die Stadt zehn Prozent. Eine Erschließung dient auch der Allgemeinheit“, so Nils Fischer, Sprecher des Bezirksamtes Altona. Wie hoch die Kosten genau sein werden, kann er noch nicht sagen. „Die Kostenberechnung steht noch aus.“ Erst wenn die Pläne vorliegen können die Gesamtkosten berechnet werden. Sie werden auf alle Anwohner von Grundstücken verteilt, die eine Zufahrt oder einen Zugang zur Straße haben.
Die Bauarbeiten sollen in der ersten Jahreshälfte 2014 beginnen.
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