13-mal zum Himmel und zurück

Hamburg: Lurup | 13-mal zum Himmel und zurück
Satelliten-Übertragung zum Pfingstfest am 24. Mai 2015 kommt
aus Lusaka in Sambia (Afrika)

In der Neuapostolischen Kirche ist es seit Anfang der 1990er Jahre üblich, bestimmtre Festgottesdienste bundesweit, europaweit oder auch weltweit per Satellitenfernsehen zu übertragen. In den Anfängen meist an Neujahr, später dann an Pfingsten, dem Geburtsfest aller christlichen Kirchen.

Das kirchliche Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche, Stammapostel Jean-Luc Schneider, wird in diesem Jahr den Pfingst-Gottesdienst auf dem Afrikanischen Kontinent halten. Die Kirchenbesucher werden jeweils in ihren Gemeinden mit Ton und Bild per Satelliten angeschlossen sein. So auch die umgebaute und renovierte Kirche am Rugenbarg 238-240.

Lusaka, die Hauptstadt von Sambia, liegt in etwa 1250 Meter Höhe über dem Meeresspiegel auf einem Plateau im Süden Sambias. Sambia ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. Er grenzt an Angola, die Demokratische Republik Kongo, Tansania, Malawi, Mosambik, Simbabwe, Botswana und Namibia. Der Name leitet sich vom Fluss Sambesi ab.

In Lusaka werden bereits am Pfingstsamstag alle afrikanischen Apostel sowie die weltweit tätigen Bezirksapostel und Bezirksapostelhelfer zu einer Apostel-Versammlung mit dem Stammapostel zusammen sein. Ein Pfingstkonzert, dem ebenfalls alle anwesenden Apostel beiwohnen, wird in der Kirche Olympia Park stattfinden. Am Pfingstsonntag werden sich zirka 70.000 Besucher im National Heroes Stadium versammeln, um den Gottesdienst mitzuerleben. Stammapostel Schneider wird in Englisch dienen und am Altar wird Satz für Satz in die Landessprache Nyanja übersetzt (eine von über 40 gesprochenen Sprachen in Sambia). In Kabinen werden weitere Dolmetscher sitzen, um das Dienen für die Anwesenden sowie zur Übermittlung nach Frankfurt in Deutsch, Französisch, Kiswahili, Portugiesisch und Spanisch zu übersetzen.

Eine Firma (Broadcast-Provider) aus Johannesburg ist beauftragt, das Gesche-hen mit Kameras und Mikrofonen aufzunehmen und zusammen mit den Über-setzungen via Satellit nach Deutschland in den kircheneigenen Bischoff Verlag in Frankfurt am Main zu senden. Hier wird das empfangene Signal mit Über-setzungen in zusätzliche 18 Sprachen versehen, sodass das Videosignal mit insgesamt 25 Sprachen über Satelliten, Glasfaserkabel und Rundfunksender auf alle fünf Kontinente in mehr als 100 Länder übertragen wird.

Ganze 12 Satelliten sind notwendig, um den Gottesdienst weltweit in unsere Kirchen und Empfangsstationen verteilen zu können. Das Signal geht insgesamt 13-mal zum Himmel und zurück.

– Fortsetzung –

Dazu stehen beim Verlag Friedr. Bischoff in Frankfurt zwei Uplinks: Der eine sendet Bild, Original-Ton und Übersetzungen zum Eutelsat-Satelliten, der die Signale über Europa, Nordafrika und Teile Asiens verteilt. Der andere schickt das Original-Signal sowie die Übersetzungen in Französisch, Kiswahili, Portugiesisch und Spanisch ebenfalls über den Eutelsat-Satelliten zu den Erdfunkstellen Fuchsstadt und Jerusalem.

Von hier geht die Übertragung über weitere Satelliten und über Glasfaserkabel an Erdfunkstellen auf den anderen Kontinenten. Diese Stationen verteilen die Sendung wiederum per Satellit und Rundfunk an die Empfänger der Kirchen-gemeinden. Wegen der Zeitverschiebung wird die Sendung in Amerika aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt den Gemeinden zugänglich gemacht.

Für Gemeinden in Südostasien sowie einzelne Länder in Afrika und weitere Gläubige, die nicht via Satellit erreichbar sind, besteht die Möglichkeit, per Internet den Gottesdienst zu verfolgen. Die Teilnehmer sind von der jeweiligen Gebietskirche autorisiert und erhalten im Vorfeld eine Zugangsberechtigung. Das Streaming ins Internet wickelt der Bischoff Verlag über einen Provider in Dresden ab. Dabei stehen dreizehn Streams in unterschiedlichen Bandbreiten und Qualitätsstufen sowie verschiedenen Sprachen zur Verfügung.

Nach Testsendungen und einer ersten Welle zur Installation von Empfangs-geräten in den Gemeinden feierte die Kirche im Jahr 1990 die Premiere: Mehr als 800 Empfangsstellen in Westeuropa waren beim Pfingstgottesdienst aus dem Austria-Center in Wien angeschlossen. Insofern ist für die Mitarbeiter der Abteilung AV-Service des Bischoff Verlags das diesjährige Pfingstfest auch ein Jubiläum: Rückblick auf 25 Jahre Übertragungen der Gottesdienste via Satellit!
Seit Mitte der neunziger Jahre ist der jährliche Festgottesdienst auch in den USA und in Kanada, im Süden von Afrika und mittlerweile auch in Südamerika zum empfangen. 2005 waren erstmals Länder in Südostasien und Australien mit von der Partie. Per Internet sind Übertragungen seit 2007 möglich.

Zurzeit sind in mehr als 40 Ländern in Europa und Teilen von Asien über 1.600 Gotteshäuser der Neuapostolischen Kirche für den Empfang von Gottes-diensten über Satellit und teilweise Internet ausgerüstet. Das Gebiet reicht im Norden von Skandinavien bis in den Süden nach Madeira, Malta, Zypern und Israel sowie im Westen von den Azoren bis hinter den Ural im Osten. Vom diesjährigen Sendeort in Lusaka legt das Signal bis zu diesen Empfangsorten rund 144.000 Kilometer zurück. Dafür braucht es nur wenige Sekunden.

In Lurup war der Stammapostel am 29. März 2015 zum Palmsonntag und die Übertragung erfolgte von dort nach ganz Norddeutschland, nach Skandinavien,
England, Finnland und das Baltikum. Weitere Infos unter www.nak-lurup.de

© Rolf Carl
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