Wissenswertes über Pfingsten

Hamburg: Lurup | Die einen kennen Pfingsten als Frühlingsfest, für andere ist es der Geburtstag der Kirche. Das Wort "Pfingsten" stammt vom griechischen "pentekoste", was so viel wie "der fünfzigste Tag" bedeutet. Das Pfingstfest errechnet sich also 50 Tage nach Ostern, wobei in alter Zeit der Ostersonntag als der erste Tag gezählt wurde. Demnach wäre der eigentliche Festtag am Pfingstmontag.

Am fünfzigsten Tag nach Ostern war es soweit: Der Heilige Geist, den der auferstandene Jesus Christus versprochen hatte, kam auf die Erde.
Viele Menschen waren an diesem Tag in Jerusalem versammelt.
Sie alle feierten ein fröhliches Fest der Ernte.

In der Apostelgeschichte, Kapitel 2 heißt es dazu: "Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist
ihnen gab auszusprechen."

Das ursprüngliche Fest wurde aus der jüdischen Tradition übernommen, dort war es zunächst das Fest der Darbringung der Erstlingsfrüchte im Tempel (2. Mose 23, 16); später auch als "Wochenfest" bekannt (2. Mose 34, 22). Im Laufe der Zeit prägten auch Danksagen für die Gesetzgebung am Sinai (2. Mose 19 - 24) die Festinhalte.

Das Passahfest war in der Erinnerung an den Auszug aus Ägypten. Eine Feier der Unabhängigkeit des Volkes Israel. Das Wochenfest wurde mehr und mehr das Dankfest für die Verkündung der Thora, der "göttlichen Verfassung" des Volkes.
Aus allen Ländern des römischen Reiches waren die Menschen zum Mitfeiern gekommen. Die vielen Menschen, die nach Jerusalem gekommen waren, hörten "das mächtige Rauschen" und strömten alle zusammen. Sie waren sehr überrascht, denn jeder hörte die Jünger in seiner Sprache. Und sie riefen: "Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? Wie hören wir denn jeder seine eigene Muttersprache?" (aus Apostelgeschichte 2, 6-8).

So feiern auch heute noch viele christliche Kirchen Pfingsten traditionsgemäß als das Geburtsfest ihrer Kirche und bieten dazu zahlreiche Festgottesdienste an.
In der Neuapostolischen Kirche hat sich dazu in den letzten Jahrzehnten eine Besonderheit herausgebildet: Das Kirchenoberhaupt, der jeweilige Stammapostel, hält zum Pfingstfest einen Gottesdienst, der via Satelliten weltweit in die neuapostolischen Gemeinden gesendet wird. Auch die neue Kirche am Rugenbarg
wird Empfangsstation sein.

Wir berichten dazu separat.


© Rolf Carl
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