Kunstrasen mit Kork

Glückliche Gesichter bei der Nienstedtener Platzeinweihung: Vereinschef „Hajo“ Wolf, Andreas Bernau (SPD), SC Nienstedtens Kassenwart Lewe Timm, Wolfgang Kaeser (SPD) und Jugendleiter Tim Ehlers. Foto: rp
Hamburg: SC Nienstedten |

SC Nienstedten: 700.000 Euro für Sportanlage am Quellental

Rainer Ponik, Hamburg-West

Generationen von Fußballern haben auf dem Sportplatz in Nienstedten das Kicken gelernt und tragen noch heute Spuren des roten Grands als „Andenken“ in Knien und Oberschenkeln mit sich herum. Die Zeiten, in denen die Spieler auf dem harten und staubigen Untergrund kämpften und schwitzten, sind nun aber endgültig vorbei, denn im Quellental wurde am vergangenen Sonntag der nagelneue Kunstrasenplatz eingeweiht.
„Unser Dank geht an alle, die mitgeholfen haben, diesen Platz zu bauen“, bedankte sich Vereinschef „Hajo“ Wolf bei der Stadt Hamburg, dem Architekten Julius Andresen und den vielen Förderern des Projekts, bevor mit Freibier und Prosecco gefeiert wurde.
Mehr als eine halbe Million Euro investierte das Fachamt Bezirklicher Sportstättenbau in die neue Anlage, die nun von den dreißig Teams des Vereins genutzt werden kann; knapp 200.000 Euro steuert der SCN aus Eigenmitteln bei.
„Hier haben weder gute Verbindungen zum Amt noch zur Politik eine Rolle gespielt“, tritt Andreas Bernau, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona, nicht selten leichtfertig gestreuten Gerüchten entgegen. Entscheidend für die Vergabe der Mittel ist der Pflegezustandsbericht, den der Bezirkliche Sportstättenbau einmal jährlich durch externe Gutachten und nach Kernbohrungen erstellen lässt.
Weil der SC Nienstedten im Ranking der schlechtesten Grandplätze ganz oben stand, wurde gehandelt und die neue Anlage nach nur kurzer Bauzeit fertiggestellt.
Erstmals wurde ein Kunstrasenplatz in Hamburg nicht mit Sand oder Granulat, sondern mit Kork befüllt. „Ob dieses Projekt zukunftsweisend sein kann, wird sich in den nächsten Jahren zeigen“, so Andreas Bernau.
In Nienstedten blickt man jedenfalls stolz über die Anlage, die nach dem gerade abbezahlten neuen Vereinsheim nun eine weitere Aufwertung erfahren hat.
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Andreas Bernau aus Altona | 11.09.2014 | 12:49  
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