Wochenmarkt im Dämmerschlaf

Markthändler Uwe Gehrke fühlt sich schlecht informiert. Foto: mag (Foto: Foto: mag)
Hamburg: Sand | Von Marion Göhring.
Der Harburger Wochenmarkt auf dem Sand liegt weiterhin im Dämmerschlaf. Vor knapp einem Jahr hatte die Bezirksversammlung einer Liste von Vorschlägen zugestimmt, mit dem die Verwaltung den Markt wieder attraktiver machen will. Doch geschehen ist seither nicht viel. Das gibt es jetzt sogar schriftlich: Die FDP-Bezirksfraktion hatte nach dem Stand der Dinge gefragt, aber nur nichtsagende Antworten bekommen.
So teilt das Bezirksamt mit: Baudezernent Jörg Penner und Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg haben „seit 2010 Gespräche mit Vertretern des Marktbeschickervereins und mit ansässigen Geschäftsleuten in verschiedenen Foren und Arbeitskreisen geführt sowie an gesondert vereinbarten Terminen“. Ja, und? Über die Ergebnisse der Gespräche wird nichts gesagt. Auch unter den Marktbeschickern herrscht Ratlosigkeit. Obst- und Gemüsehändler Uwe Gehrke sagt zum Beispiel: „Ich habe lange nichts mehr gehört. Keiner weiß so richtig, was los ist.“
Die Diskussionen über die Zukunft des Wochenmarktes hatten sich vor knapp zwei Jahren am Zustand der Markttoilette entzündet. Keine Frage, sie ist nicht nur in die Jahre gekommen, sie begindet sich in einem erbärmlichen Zustand.
Das Bezirksamt hatte die Idee, den Bau einer neuen Markttoilette mit dem Bau einer behindertengerechten Toilette zu verbinden, für die es Geld des Koordinators für die Gleichstellung von Behinderten gab. Als Standort schlug das Bezirksamt den Fußgängertunnel zwischen Wochenmarkt und den Harburg Arcaden vor. Doch das stieß auf erheblichen Widerstand der Politiker. In der Antwort auf die FDP-Anfrage teilt das Bezirksamt nun mit: „Wir bereiten eine neue Suche nach einem Standort vor.“
Das Bezirksamt hatte auch vorgeschlagen, den Bolero-Bau umzugestalten und damit die „Eingangssituation“ für den Wochenmarkt einladender zu machen. Unter sollte die vorhandene Treppe, die her schmal und düster ist, durch eine breite Freitreppe zu ersetzen. Ein Investor dafür habe sich aber noch nicht gefunden.
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