Tankstelle für Elektroautos. Volltanken dauert sechs bis acht Stunden

Am Schwarzenberg können Elektromobile nachladen. Foto: sl
Von Sabine Langner
Auto fahren ganz ohne Benzin, nur mit elektrischem Strom? In Hamburg kein Problem. Zehn Millionen Euro hat der Bund der Stadt als Fördermittel spendiert. Davon wurden 105 so genannte E-Fahrzeuge, darunter auch fünf Diesel-Hybrid-Busse, sowie hamburgweit 50 Elektroladestationen bezahlt. Vier dieser „Elektrotankstellen“ stehen in Harburg: am Kleinen Schippsee, Am Sand, an der Schwarzenbergstraße direkt gegenüber der Uni und demnächst auch vor dem Elbcampus. Bis Mitte August soll auch die letzte Station voll funktionsfähig sein.
Um hier das Fahrzeug „auftanken“ zu können, müssen sich die Nutzer vorher bei Vattenfall oder Hamburg Energie anmelden. Sie bekommen eine Chipkarte, die die Steckdose am Terminal freigibt. Bezahlt wird am Monatsende über die reguläre Stromrechnung. Sechs bis acht Stunden dauert es, ein Auto wieder voll zu laden. „Das werden sicher die wenigsten Nutzer machen“, sagt Vattenfall-Pressesprecher Stefan Kleimeier. „Wir denken, dass die Menschen eher mal beim Einkaufen an den Stationen nachladen. Der eigentliche Ladevorgang wird eher nachts in der Garage oder auf dem Betriebshof stattfinden.“
120 bis 130 Kilometer können mit einem voll geladenen Elektromobil gefahren werden. Der Strom stammt natürlich aus regenerativen Energien. „Alles andere macht auch überhaupt keinen Sinn“, sagt Sören Trümper, Projektleiter bei hySolutions, der ausführenden Agentur. „Wenn man ganz normalen Strom nehmen würde, dann ist das Elektromobil von den Emissionswerten nicht besser als ein Diesel Smart.“
Ein Teil dieser grünen Energie wird am Schwarzenberg direkt vor Ort gewonnen. Wenige Meter neben der Ladestation steht ein Sonnenkollektor. Der reicht allerdings nicht aus, die ganze Station zu versorgen.
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