"Mit Gästen kann man nirgends hingehen"

Klaus Petzold wünscht sich in Harburg mehr Attraktionen für junge Leute. Foto: sl
Von Sabine Langner.
Was halten Harburger von ihrem Bezirk? Wir haben nachgefragt. Heute bei Klaus Petzold.
Seit 15 Jahren wohnt Klaus Petzold (49) in Harburg. Begeistert ist er von den vielen Grünflächen. Aber in Sachen Freizeitvergnügen hält er Harburg für tot. „Wenn ich Freunde in Würzburg besuche, dann haben die immer ein kunterbuntes Programm für mich. Wenn die aber nach Harburg kommen, habe ich ein Problem. Ich kann doch nicht schon morgens um zehn Uhr in den Beachclub gehen“, sagt er. „Die Außenmühle ist so schön, aber entspannt am Wasser sitzen und günstig Kaffee trinken – Fehlanzeige. In der Stadt selber entstehen immer mehr Zockerbuden und Wettbüros. Da kann man doch nicht mit auswärtigen Gästen hingehen.“
Ideen hätte der Gastronom jede Menge. Eine „richtige“ Badeanstalt an der Außenmühle, eine Disco für die jungen Leute, eine Bowlingbahn, ein Osterfeuer auf dem Schwarzenberg. „Jedes Frühjahr werden die Bäume beschnitten“, sagt Klaus Petzold, „den ganzen Kram könnte man doch auf dem Schwarzenberg sammeln und dort mit einem großen Fest verbrennen. Dann müssten die Leute nicht immer an die Elbe oder in den Landkreis fahren.“
Skandalös findet der Harburger die Absage des Außenmühlenfestes. „Was spricht denn gegen einen Zaun? Das hat letztes Jahr prima funktioniert. Und ehrlich, wenn ich wüsste, dass meine 13-jährigen Kinder auf des Fest gehen wollen, dann wäre ich sehr froh über Einlasskontrollen und Security-Leute. Das ist doch viel sicherer für alle.“
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