Frau ließ toten Mann in Wohnung verwesen

Hamburg: phoenix-viertel | Hohe Straße 36, ein Mehrfamilienhaus am Rand des Phoenix-Viertels: In seiner Zwei-Zimmer-Wohnung im ersten Stock links lag Dieter B. (54) tot im Schlafzimmer. Wochenlang. Seine Ex-Freundin kam regelmäßig vorbei - um die Katze zu füttern. Über das Gesicht des Verstorbenen hatte die Frau eine Decke gezogen. Als der Verwesungsgeruch stärker wurde, dichtete sie die Tür mit einem Klebeband ab. Erst nachdem sich Nachbarn mehrfach über den Gestank und die Fliegen beschwerten, wurde der Dieter B.s Leiche am 22. Juli entdeckt. Die Polizei geht von einem natürlichen Tod aus.
Hätte die Leiche eher gefunden werden müssen? Bereits mehr als zwei Wochen zuvor, am 6. Juli, hatten sich Nachbarn beim Bezirklichen Ordnungsdienst (BOD) über den heftigen Geruch beschwert. Die Reaktion erfolgte prompt. „Am 7. Juli waren die Wohnungspflege und die Hausverwaltung vor Ort“, berichtete Bezirksamtssprecherin Petra Schulz. „Es wurden leichte Gerüche festgestellt. Die Mitarbeiter haben auch das Umfeld befragt. Dabei gab es Hinweise auf Leben. Es lag kein Anlass für sofortiges Einschreiten vor.“
Am 19. Juli klingelten und klopften Verwaltungsmitarbeiter wieder bei Dieter B. an der Haustür. Petra Schulz: „Zuvor hatten wir den Mieter angeschrieben. Der Brief ist auch zugestellt worden.“ Ist den Beamten nichts aufgefallen? „Doch, der Geruch war jetzt stärker.“ Die Polizei wurde allerdings nicht benachrichtigt.
Das geschah erst beim nächsten „Hausbesuch“ am 22. Juli. , als im Treppenhaus bereits ein bestialischer Gestank herrschte. Die alarmierten Polizisten fanden die bereits teilweise mumifizierte Leiche.
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